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Criminal Law - Finance - Health - History - Politics - Religion - Technology - Januar 17, 2024

Buch ‚ZIONSWERK‘ – Kapitel 17

Ach, nun stellen Sie sich bitte vor, Sie seien Ahmet Abdulhachim (dieser Name ist frei erfunden, die Geschichte partiell wahr), Syrer, muslimischer Ehemann dreier Frauen, Vater von 9 Kindern im Alter von 3, 4, 5, 7, 9, 12, 14, 15 und 17 Jahren. Mit Ausnahme des jüngsten Kindes haben Sie mit all Ihren Frauen Mädchen gezeugt. Ein Segen. Seit etwa 2004 leben Sie in Damaskus, erachten die Staatspolitik Ihres alawitischen Präsidenten Baschar Hafiz al Assad als gemäßigt und volksfreundlich. Zum Broterwerb betreiben Sie eine Bäckerei, Ihre Frauen und deren älteste Töchter (12, 14, 15 und 17) arbeiten außerhalb der Schulzeit in Ihrem Geschäft mit. Bis dato hatten Sie – mit Ausnahme der beinahe täglichen weltpolitischen Anfeindungen durch Israel und die USA – keine Sorgen.

Es ist Februar 2014 und aus für Sie unerfindlichen Gründen spricht man plötzlich vom Auftauchen einer militärischen Terroristengruppe namens „Islamischer Staat“, kurz „IS“. Tatsächlich bekommen Sie einige dieser offenbaren Söldner zu Gesicht und merken, dass ausnahmslos alle jener Kämpfer ihr Arabisch mit stark US-amerikanischem und hebräischem Akzent sprechen. Deren Waffen sind hoch modern, absolut neu und sämtliche dieser Unruhestifter fahren LKW (sogenannte „Pickups“) mit US-amerikanischen MG-Aufbauten („MG“ = „Maschinengewehr“).

In exakt jenen Tagen nimmt Ihr Leben eine dramatische Wendung. Denn: Auf dem Weg zur Schule Ihrer ältesten Töchter Hamis, Asra, Eloid und Yamira (auch diese Namen sind frei erfunden) werden Sie vom Fahrer eines jener Söldner-Vehikel von hinten versuchsweise dazu gedrängt, diesen passieren zu lassen. Um nicht von der Straße abzukommen und Ihre vier Kinder sicher zur Schule zu bringen, erhöhen Sie die Geschwindigkeit und steigern so die Distanz zum Verfolger. Plötzlich wird aus dem MG des rückwärtigen Fahrzeugs das Feuer eröffnet. Ihre beiden ältesten Töchter, welche bis eben hintereinander saßen, werden durch die großkalibrigen Geschoße geradezu zerfetzt, die beiden jüngeren Mädchen werden durch die einschlagenden Projektile enthauptet. Sie selbst erleiden einen Schulterdurchschuss, überleben jenen Überfall jedoch. Die Täter überholen Sie nun, zumal Ihr stark beschädigtes Fahrzeug kaum mehr zu steuern ist. Der Beifahrer schreit Ihnen durch das geöffnete Fenster noch „Burn, motherfucker, burn!“ entgegen und spuckt auf die Windschutzscheibe Ihres PKW. Zumal Sie große Mengen Blut verlieren, schlägt Sie die Ohnmacht gegen das Armaturenbrett, Sie erwachen erst wieder in der Klinik.

Da sämtliche zivilen Strukturen (also Sozial-, Gesundheits-, Notfall- und Kommunikationssystem) Ihres Heimatlandes bestens funktionieren, werden Ihre Frauen und die zu Hause verbliebenen Kinder informiert, um mit Ihnen den schier unerträglichen Verlust Ihrer geliebten Töchter zu beweinen. Bereits am nächsten Tag wollen Sie von Ihrer Sippe aus der Klinik abgeholt werden, um die Beisetzungen Ihrer ermordeten Kinder zu organisieren. Doch auch hierzu soll es nicht kommen. Denn: Einer Ihrer Brüder sucht Sie in der Klinik auf und teilt Ihnen nun mit, dass all Ihre Frauen und die im Kleinbus mitgeführten Kinder, somit Ihre gesamte Familie auf dem Heimweg durch eine Autobombe getötet wurde.

Nach dem Erwachen aus der im Schock ausgelösten Bewusstlosigkeit realisieren Sie, dass man Ihnen den Lebenssinn geraubt hat. Ihre Brüder, Onkel und Nachbarn informieren Sie sodann, dass man die Täter ausgeforscht, einige von diesen (richtiger Weise) standrechtlich erschossen und andere inhaftiert habe. Allesamt hatten Sie US amerikanische, israelische und deutsche Pässe bei sich.

Nun wollen Sie unverzüglich das Eine: Weg aus Syrien und fort aus den Erinnerungen an Ihre geliebte Familie. Beim Einkauf in einem nahe gelegenen Supermarkt werden Sie von einem vermeintlichen Araber mit hebräischem Akzent angesprochen. Sofort erinnern Sie sich an jene Männer, welche wohl Ihre Familie ausgerottet haben. Der Fremde spricht nun zu Ihnen: „Bruder, ich habe gehört, dass man Dir Deine Familie genommen hat. Allah möge sie alle bei sich aufnehmen. Du aber bist am Leben und hast ein Recht auf Rache. Ich biete Dir 10.000 US-Dollar, eine kurze Bootsfahrt über das Meer nach Süditalien, ein Flugticket nach Berlin, eine blonde, blauäugige Frau, einen neuen PKW und ein Haus samt Aufenthaltsrecht in Deutschland. Für kurze Zeit lebst Du nach dem Modus der Ungläubigen, doch wirst Du mit all den anderen gut 35 Millionen Glaubensbrüdern binnen weniger Jahre das Land im Sinne Allahs übernehmen. Versprochen!“

Weil Sie nun keinerlei Aussicht auf den erneuten Erhalt Ihres Glücks im eigenen Lande haben, nehmen Sie das Angebot – so auch die 10.000 US-Dollar in bar – des Unbekannten an. Was Sie in Ihrem Schmerz nicht erkennen: Durch die Entgegennahme des Feindgeldes haben Sie sich das heilige Andenken an Ihre drei toten Frauen und 9 Kinder abkaufen lassen. Noch am gleichen Abend verabschieden Sie sich von Ihren Brüdern, küssen Ihre Eltern ein letztes Mal und gehen an Bord eines alten Bootes. Wohl kennen Sie den allgemeinen Ruf Zentraleuropas als „sicheres Lebensumfeld“, doch haben Sie nicht die geringste Ahnung vom Ausmaß Ihrer üblen Reise.

Seit gut einer Woche sind Sie nun auf offener See unterwegs, kennen weder Aufenthalt noch tatsächliche Fahrtrichtung und kotzen gefühlt Ihre Eingeweide aus dem Leib. Alle Bootspassagiere sind seekrank, massiv unterernährt, neigen bereits zur Austrocknung und – ausnahmslos männlich. Erst heute haben Sie realisiert, dass wohl nur Männer zwischen 18 und 50 Jahren mit Ihnen auf Reisen sind. Zögerlich sprechen Sie Ihre Mitreisenden an und erfahren von den ähnlich lautenden Schicksalen Ihrer Sitz-/Liegenachbarn. Nun wird auch Ihnen klar, worum es hier geht: Sie sollten lediglich Ihrer Familie und Ihres Glaubens beraubt werden, um Sie unkompliziert aus Ihrem Heimatland fort zu führen. Denn – und soweit reicht Ihre Einsicht bereits – ein zunehmend bevölkerungsarmes Land wie Syrien ist durch die Öl-hungrigen Feinde USA und Israel unschwer einzunehmen.

Eben erreicht Sie eine Empfindung, welche Sie bis dato nicht kannten: Unbändiger Hass gegen alle US-Amerikaner, Israelis und Deutschen. Diese Volksgruppen stehen Ihrer Überzeugung nach für die Soldaten des Bösen. Und in der Tat liegen Sie richtig, denn ebenda (in den USA, in Israel und Deutschland) nennt man Sie und Ihresgleichen ungestraft „Kameltreiber“, „Kamelf***er“, „Abdullahs“, „Schwarzköpfe“, „Bunte“, „Dünenneger“ und/oder „Rosinenfresser“.

Die italienische Küste ist in Sichtweite, unverzüglich nach dem Anlegen werden Sie und Ihre Mitreisenden von der italienischen Küstenwache „erstversorgt“. Genauer erhalten Sie ein Fläschchen Tafelwasser (250 Milliliter), ein Fladenbrot, eine Dörrwurst und 50,00 EUR in bar. Sofort geht es weiter zum nächsten großen Bahnhof, ebenda nötigt man Sie in einen alten Reisezug, verspricht Ihnen, Sie würden binnen der nächsten 1,5 Stunden ankommen und eine Unterkunft erhalten, doch belügt man Sie wieder. Selbst nach 12 Stunden Fahrtzeit hält der Eisenbahnzug nicht einmal an. Tatsächlich gelangen Sie nach einer 22 stündigen Bahnreise an den Wiener Westbahnhof (Österreich). Von da an wird es schier luxuriös. Man drückt Ihnen 1.000 EUR in bar in die Hand, überreicht Ihnen lächelnd ein 500-EUR-Smartphone mit aktivierter Wertkarte, einen Rucksack voller Speisen (wovon Sie gut drei Viertel sofort im nächsten Müllkorb versenken) und Schuhwerk eines namhaften italienischen Herstellers. All diese Dienste erweisen Ihnen stets freundliche und wohlduftende blonde, blauäugige Sozialarbeiterinnen unter 30.

Lange ist es her, dass Sie derart mangelhaft bekleidete junge Frauen in Ihrer Nähe hatten. Kurz entschlossen bitte Sie die Ihrer Empfindung nach Gefälligste, Ihnen den Weg zur Toilette zu zeigen und fallen bereits im Vorraum des Herrenklos über die Unschuldige her. Binnen weniger Minuten haben Sie erreicht, was Ihnen Ihr unerfüllter Trieb abverlangte, zertrümmern den Kopf der jungen Dame am Fliesenboden, waschen sich und verlassen den Tatort. Noch bevor Sie von den herbei eilenden Wächtern fest gehalten werden können, erfüllte sich also das Racheversprechen des Unbekannten aus dem Supermarkt in Damaskus. Ihre 3 Frauen und 9 Kinder hat man Ihnen genommen, nun haben Sie das erste Mal getötet.

Jeder Mensch anderer Herkunft würde per Schnellgericht abgeurteilt werden, Sie aber sind sogenannter „Flüchtling“ und erhalten schier grenzenlose Toleranz. Anders: Was auch immer Sie verbrechen, wird Ihnen aufgrund „traumapsychologisch gewonnener Erkenntnisse“ nach gesehen. So auch diesmal. Eilig holt man Sie aus der österreichischen Polizeihaft, fährt Sie auf Anweisung des damaligen (2016) SPÖ-Kanzlers (Bezugnahme zum Geschehen: „Die ganze Sache ist unglücklich gelaufen.“) zum Wiener Westbahnhof, übergibt Ihnen einen Zugfahrschein erster Klasse der ÖBB (Österreichischen Bundesbahnen AG) und nennt Ihnen Ihr neues Reiseziel: München (Deutschland).

Ebenda angekommen, werden Sie nach Überprüfung Ihrer Personalien sofort verhaftet, aus unerfindlichen Gründen per Flugzeug nach Berlin überstellt und ebenda aufgrund massiver Interventionen hochrangiger Vertreter der „GRÜNEN“ und der „LINKEN“ – enthaftet. Selbstverständlich lässt man Sie auch in Berlin nicht auf offener Straße stehen oder gar schlafen. Man übergibt Ihnen ein Schlüsseltäschchen für das eigene Appartement, eine Jahreskarte der BVG („Berliner Verkehrsbetriebe GmbH“) für U Bahn-, S-Bahn-, Straßenbahn-, Bus- und Schiffsverkehr sowie eine neue SIM-Karte für Ihr nobles Telefon. Denn: Es soll Ihnen unverzüglich möglich sein, Hilfe zu rufen, falls Ihnen die Helfer Ihrer Gewaltopfer zuleibe rücken.

Jenen ersten Tag in Berlin wollen Sie wohl niemals vergessen, zumal man Sie überaus freundlich aufgenommen hat. Während Sie von Müdigkeit in Ihrerneuen Wohnung zu Bett geworfen werden, trifft man in Wien letzte Vorbereitungen zur Beerdigung Ihres ersten Vergewaltigungs- und Tötungsopfers. Gut 300 Personen nehmen an der Totenwache am Sarg jenes Mädchens teil, welches Sie wenige Tage zuvor geschändet und entsorgt haben. Die junge Dame trug – gleich der Mutter Jesu Christi – den Namen „Maria“. Am nächsten Morgen (es ist der Tag der Beerdigung „Ihrer Maria“ in Wien) treten Sie auf die Straße und vernehmen das schwere wie tiefe Brummen einer vorbei ziehenden Straßenbahn ähnlich dem Donnern jenes US-amerikanischen Maschinengewehrs, welches Ihr Fahrzeug in Damaskus gelöchert und Ihre Töchter vernichtet hat. In der Sekunde ergreift Sie der nun bekannt unbändige Hass gegen Amerikaner, Israelis und Deutsche. Kurzgefasst greifen Sie in einen Mülleimer, angeln sich eine Glasflasche mit der Aufschrift „Coca Cola (TM), zerschlagen diese, stürmen auf eine Gruppe junger Studentinnen an der Haltestelle zu, werfen vier aus der Menge zu Boden und schneiden jeder die Halsschlagader auf. Jedes der Opfer verblutet an Ort und Stelle. Selbst als aus einem nahenden Polizeifahrzeug auf Sie geschossen wird, suchen Sie nach weiterer Möglichkeit, die Köpfe Ungläubiger vom Leib zu schneiden. Exakt an jener Stelle, an welcher Sie in Damaskus bereits einen Durchschuss erlitten hatten, erhalten Sie einen Treffer aus der Dienstpistole eines Berliner Polizisten. Die Schussverletzung schwächt Sie jedoch nicht, diese bestärkt Sie im Bestreben, den Ort des Geschehens ungehalten verlassen zu können. Denn Ihre Mordabsicht ist massiv. Zwei Straßen weiter springen Sie in eine S-Bahn, fahren davon und erreichen ungehindert Ihre Wohnung.

Ebenda nehmen Sie eine Dusche, stopfen Ihre Schussverletzung und begeben sich zu Bett. In den Tagesnachrichten wird man Ihre Tat als „… grauenvolle Hinrichtung unschuldiger Teenager …“ und als die eines “ … muslimischen Extremisten aus den Reihen der Organisation ISLAMISCHER STAAT (IS) …“ werten. Während außerhalb Ihres Appartements formell nach Ihnen gefahndet wird, überlegen Sie die Sinnhaftigkeit Ihrer Anwesenheit in Deutschland, zumal Sie ob Ihrer völlig unsinnigen Reise für die Söldner der USA und Israels gänzlich unschädlich, weil abwesend waren und sind. Genauer unterstützen Sie die globale Vernichtungsidee des Zionismus durch Ihr Fehlen in der syrischen Heimat und das massive Morden in Europa.

Als „freiwilliger Heimreisender“ stellen Sie kurzentschlossen den Antrag auf Rückführung und erhalten ein Flugticket erster Klasse nach Damaskus. Ihre „grünen“ und „linken“ Sponsoren fahren Sie persönlich zum Flughafen und verabschieden Sie in den sicheren Tod.

Man hat Sie unheilbar verletzt, missbraucht und bedauerlicher Weise zurecht zum Feindbild der Hinterbliebenen Ihrer europäischen Opfer gemacht. Denn in den Zielländern haben Sie geraubt, vergewaltigt und gemordet. Nun aber sind Sie wieder zu Hause -, im Nichts, der Hinterlassenschaft eines üblen Krieges, welchen Sie niemals wollten. Ihrer Urfamilie (Eltern und Brüder) können und wollen Sie nicht in die Augen sehen. Denn: Zu groß ist Ihre Scham und zu tief sitzt Ihr Schmerz.

Schweigend suchen Sie Ihr heimisches Sprengstofflager auf, binden sich einige Ladungen um den Bauch, fixieren einen einfachen Zünder und begeben sich auf den Weg zur internationalen Schule. Ebenda schicken Sie ein letztes Mal eine Kusshand zum Himmel, denn binnen der nächsten Sekunden wünschen Sie Ihre Familie wieder um sich zu vereinen. Bumm! Mit Ihnen sterben 115 Kinder (105 Mädchen und 10 Knaben) welche eben die Busse zum Tagesausflug bestiegen hatten. So haben Sie erreicht, dass Ihre Rache in Wien, Berlin und Damaskus insgesamt 12 mal 10 Ungläubige aus dem Leben gerissen hat.

Seit dem Tod Ihrer geliebten Frauen und Kinder jedoch haben Sie in Kraft und Namen Krieg im Sinne des satanischen Zionismus geführt. Und verloren.

© Tom Landon, Autor – alle Rechte vorbehalten