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Criminal Law - Finance - Health - Politics - Religion - Technology - Januar 17, 2024

Buch ‚ZIONSWERK‘ – Kapitel 16

Stellen Sie sich nun bitte vor, Sie seien Biobauer. Ja, Sie sind ab sofort der „Lieferant wohlschmeckender und unbelasteter“ Nährmittel, wie Milch, Butter, Eier, Rind-/Schweine-/Hühnerfleisch und Kernobst. Wir beide wissen, dass die eben genannten Lebensmittel nicht ausschließlich aus der Wildnis stammen, also einer Verkettung rein biologischer Vorkommnisse entwachsen. Wohl haben Sie als findiger Landwirt zur Erlangung einer guten Milchleistung Ihrer Kühe und des optimalen Ertrags Ihrer Felder viele stoffliche Veränderungen an Leib und Leben Ihrer Tiere sowie an der Beschaffenheit der Ihrerseits geeigneten Böden vor zu nehmen. Schon jetzt ist klar, dass die „BIO-Idee“ lediglich Teil einer Vertriebsstrategie ist.

Würden Sie als „BIO-Bauer“ Ihre Felder eigenhändig behauen/rechen/bestellen, so könnte man durchaus noch von einer „naturnahen Landwirtschaft“ sprechen. Sie aber haben sich dazu entschlossen, das neueste Traktormodell des Ihrerseits bevorzugten Herstellers zu ordern, nutzen sodann schwere Wendepflüge, Eggen und Güllefässer zum Ausbringen der nötigen Düngung, denn ohne den Mist Ihrer Schweine und der Scheiße Ihres Nachbarn wüchse Ihr Buchweizen freilich mager. Zweifelsohne gehören Sie der Bauernkammer Ihres Bundeslandes an, erhalten die Pflicht, jedes Rindvieh mit Namen und Ohrmarke zu versehen, es sozusagen – ähnlich einem KFZ für den Straßenverkehr – „ordentlich für die landwirtschaftliche Nutzung zu zu lassen“ und nutzen ausnahmslos – den gleichen giftigen Scheiß, welchen Ihre geschassten Kollegen aus der konventionellen Bäuerei in den Boden bringen. Wie das? Ihr schweres Gerät (Traktoren, Anhänger, Holzspalter, Güllefässer, Heupressen, Mähdrescher et cetera) fahren entweder direkt mit Dieselkraftstoff (und nicht mit Luft oder Wasser) oder werden über eine Zapfwelle/ein Aggregat vom Verbrennungsmotor Ihres Zugfahrzeugs angetrieben. Sämtliche Nippel, Gelenke, Ketten, Lager, Wellen und Gewinde brauchen periodisch schweres Fett oder Öl aus der Petrochemie zur Erhaltung der optimalen Schmierung. Frage an Sie: Wohin geraten diese hoch giftigen Fette/Öle im Verlauf Ihrer Betätigung als „BIO-Bauer“? Antwort: Sämtliche Schmiermittel und Abriebe von Verschleißteilen geraten in die Böden Ihrer Felder. Wer frisst (fraß) nun Ihr „BIO-Zeugs“? Antwort: Ich. Denn ich repräsentiere die Masse jener Menschen, welche an die Möglichkeit (nicht an das Grundmaß) der biologischen Landwirtschaft glauben. Ich korrigiere: Über Jahre zählte ich zu Ihren Kunden, da ich auf diese Weise zumindest ein Minimum an Herkunftsinformation zu jedem Agrarprodukt erhalten konnte.

Sie also sind „BIO-Bauer“ und gönnen sich nachweislich und wiederkehrend einen rattigen „Sünden-Burger“ aus Fettpaste und Ammoniak oder gar einen „Fuchsfleisch-Döner“ vom verhassten Türken Ihrer Wahl. Denn: Der gute Geschmack liegt im Fett und im Gift, welches die widerlichen Drecksäcke aus der Lebensmittelindustrie beifügen, um Sie auch lukullisch abhängig zu machen.

Wissen Sie was: Ihren BIO-Scheiß können Sie sich künftig vollends in Ihr Gesäß schieben, denn ich versorge mich nun ausnahmslos selbst. Überhaupt rate ich jedem willigen Mitmenschen zur Aussaat der eigenen Bodenfrüchte und der Pflanzung von Obstbäumen im Kübel -, selbst dann, wenn diese „agrarische Großleistung“ aus Platzgründen lediglich auf „Balkonien“ erfolgen kann. Ebenda braucht es keinen Traktor, keine Erntemaschinen und kein Güllefass mit der Kacke Döner-fressender Burger-Tonnen.

© Tom Landon, Autor – alle Rechte vorbehalten