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Criminal Law - Finance - Health - Politics - Religion - Technology - Januar 14, 2024

Buch ‚ZIONSWERK‘ – Kapitel 13

Nun stellen Sie sich bitte vor, Sie seien eine Milchkuh. Kein Witz. Ja, ab sofort sind Sie für die nächsten Minuten die Milchkuh „Gerda“ des Bauers Pichler (der Name ist frei gewählt). Also: Täglich liefern Sie zum wirtschaftlichen Wohle des Landwirten (dessen bäuerliche Basis das durch Sie erlangte „Milchgeld“ ist) bis zu sechzig (60!) Liter Milch, deren Schadstoffkontamination ausreichend gering ist, um allseits konsumiert werden zu können. Monatlich haben Sie – so die sinnfreien Vorgaben der ebenso wahnsinnigen „EU-Agrarexperten“ – Anspruch auf 4 Stunden Auslauf und „volle Bewegungsfreiheit“ auf einer Stall-Stellfläche von exakt 4 Quadratmetern
(1 x 4 Meter).

Damit Ihnen als Kuh der Platz für eine 180 Grad-Drehung nicht möglich ist (Sie könnten sodann versehentlich in die Futterrinne scheißen), hat der tierliebe Bauer Pichler Ihnen und Ihren Artgenossen eine Ziegelmauer hinter den Arsch gestellt. Hinlegen sollen Sie sich natürlich keinesfalls, da ansonsten Ihr fettes Euter verdreckt wird. Sie führen also ein Leben im Stehen.

Im Klartext: Mischfutter, Grasschnitt, Kraftfutter, Steinmehl und anderes Zeug vorne rein -, wöchentlich einige Injektionen mit/von Seren, deren Notwendigkeit und/oder Wirkung Sie als „dumme Kuh“ natürlich nicht kennen und fein schießt die Milch aus der Rindvieh-Titte. Dem Bauern sind Sie somit kein Nutztier, Sie sind ein vierbeiniger Fleischhaufen, dem jede Möglichkeit zur Bewegung unter freiem Himmel genommen wurde. Willen haben Sie ohnehin keinen, einzig das dringende Bedürfnis, täglich – und auf die Minute pünktlich, weil computerisiert gemolken zu werden, da Sie ansonsten den schmerzhaften Milchbrand erleiden oder Ihnen die Wampe explodiert.

Aber halt! Ich entlasse Sie in diesen Sekunden aus der Rolle der Milchkuh, denn vielleicht ist Ihr Magen so gut nicht, dass er derart unschöne Blutgeschichten verträgt. Auf den Katzen-/Hundefutter-Dosen, in welchen Ihr riesenhafter Körper landen wird, steht dann unverfänglich: „Zutaten: Wasser, Zucker, Rohasche, Rindfleisch und tierische Nebenprodukte“. Denn die wahren Bestandteile würden so köstlich für „Strolchi“, „Minki“, „Muschi“ oder „Mauzi“ nicht klingen: „Rindfleisch, Kuhaugen, Kuhscheiße, Kuhdarm, Rinderhufe, Rindsohren, Kuheuter, Rindvieh Speisebrei, Rindertalg“ – undandere feine Dinge.

Wenn Sie Glück haben, ist auch in Ihrem Döner exakt all das Zeug, welches aus der im gigantischen Fleischwolf bereiteten Brühe gewonnen wird. Denn die Kuh „Gerda“ kam direkt aus des Bauers Pichler Stall an die mobile Hinrichtungsplattform, wurde ebenda mit einem Stahlbolzen in den Schädel geschossen, per Kranarm auf die anderen Kuhleichen geworfen – und fertig.

Gott spricht: „Macht Euch sodann die Erde Untertan und alles, was da wimmelt und kriecht.“ Aber so?

© Tom Landon, Autor – alle Rechte vorbehalten