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Criminal Law - Politics - Januar 7, 2024

Buch ‚ZIONSWERK‘ – Kapitel 06

Nun sind Sie ersucht, sich vorzustellen, eben auf der Landstraße zwischen dem Wohnort Ihres besten Freundes und Ihrem Zuhause unterwegs zu sein. Nach etwa 10-minütigem Ritt auf Ihrem neuen Fahrrad blockieren zwei Polizisten die Straße und fordern Sie grußlos auf, sich unmittelbar nach dem erzwungenen Anhalten auszuweisen. In Ihrer Position des mündigen Privatiers weigern Sie sich, dies zu tun und verlangen nun Ihrerseits die Nennung der Dienstnummern und Namen dieser beiden Zivilversager in Uniform. Wohl sind jene Pappnasen per Gesetz (welches es zugunsten des Bürgers de facto nicht gibt) dazu verpflichtet, sich namentlich vorzustellen, doch beharren diese beiden Trantüten darauf, Sie gegen Ihren Willen fest zu halten. Da Ihnen die Situation nun zu gefährlich erscheint, greifen Sie nach Ihrem Mobiltelefon und kündigen die Einbeziehung eines Vertrauensanwaltes an. Der am ehesten vom dauerhaften Alkoholkonsum Gezeichnete jener beiden Aggressoren schlägt Ihnen Ihr Telefon aus der Hand, sodass das Gerät am Straßenrand zerbricht und seine Funktion aufgibt. Zumal Ihnen nun auch physische Gewalt angedroht wird, der blöde Kollege seines dummen Partners die Dienstpistole aus dem Gürtel zieht, stellen Sie für sich den lebensbedrohlichen Notfall fest und holen Ihr stets mit geführtes Pfefferspray aus der Jackentasche. Entschlossen richten Sie die Düse auf den hässlichen Schädel des schießwütigen Alko-Bullen und drücken ab. Der erste Dummkopf fällt brüllend zu Boden und Sekunden später krümmt sich der zweite Holzschädel. Beide strampeln und rufen nun ihrerseits um Hilfe. Vergebens. Denn: Im Sinne des Bürgerrechts entwaffnen Sie diese Blödiane, fesseln jene mit deren Diensthandschellen und stellen die beiden Bratzen jeweils mit einem gezielten Faustschlag zwischen die Augen ruhig.

Weil Sie als Gewaltopfer nicht dazu verpflichtet sind, Ihre Häscher zu verarzten, lassen Sie die beiden Säcke im Gerinne liegen und fahren nun endlich nach Hause. Wohl stünde Ihnen als Geschädigten eine großzügige Kompensation zu, doch belassen Sie es dabei, sich frei gehalten zu haben.

Dummer Weise werden die zuvor niedergestreckten Minderbemittelten von Dienstkollegen befreit, getröstet und befragt, sodass bereits Tage später Ihre Identität bekannt ist. Diesmal aber werden Sie zu Hause aufgesucht und das sogleich von 25 Schwerbewaffneten, welche Sie ohne Haftbefehl und vor den Augen Ihrer Kinder zu Boden werfen, treten, blutig schlagen und einpacken.

Wie? Sie hätten ein derart grobes Problem durch unverzügliches Vorzeigen Ihres Personalausweises verhindert? Weshalb? Wer hat das Recht, Sie an der Fortfahrt auf Ihrem Drahtesel zu hindern? Welche Polizei? Diese ehrlosen Nachfolger der biblischen Tempelwächter? Die Exekutive? Was/wer wird hier „exekutiert“? Recht? Paragraphen? Gesetze? Oder eher Sie?

© Tom Landon, Autor – alle Rechte vorbehalten