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Criminal Law - Health - Politics - Januar 6, 2024

Buch ‚ZIONSWERK‘ – Kapitel 04

So. Nun stellen Sie sich bitte spontan vor, Sie seien ein seit 7 Jahren mit einer tablettensüchtigen Alkoholikerin, mehrfach rechtskräftig verurteilten Betrügerin und untreuen Wahnsinnigen liiert. Natürlich haben Sie sich aus Mitgefühl der fünf in die Ehe mitgebrachten Kinder aus der ebenso irrsinnigen Vorbeziehung angenommen. Es ist Januar 2011 und aus für Sie bis eben unerfindlichen Gründen bluten Sie aus den Ohren, der Nase und dem Rachen, ebenso pinkeln Sie Blut und kacken dies auch aus. Sogar Ihre Tränendrüsen geben Blut ab, Sie bluten also aus den Augen. In Ihrem Unwohlsein legen Sie sich zur Ruhe und vermuten ob der Dauer über drei Tage eine stressbedingte Erscheinung von kurzer Frist.

Da selbst nach einer Woche der starke Blutfluss nicht abnimmt, stellen Sie Ihre Ernährung vollends um und konsumieren von da an ausnahmslos Haferflocken und Rosinen in Milch. Weder essen Sie auswärts noch nehmen Sie an den Mahlzeiten in der Familie teil. Sofort hört der unübliche Blutfluss auf und Sie machen sich auf die Suche nach der Ursache jener Geschichte. Um den direkten Weg zum Übel so kurz wie möglich zu halten, werden Sie freiwillig zum Versuchskaninchen. Denn: Demonstrativ essen Sie zu Hause wieder mit und stellen fest, dass die üblen Blutungen aus sämtlichen Körperöffnungen sofort wieder beginnen. Erstaunlicher Weise steht Ihr Teller stets zuerst an Ihrem Platz und niemand aus der Familie darf und will wohl Ihre Speise probieren. Sinniger Weise halten Sie sich schweigsam und suchen heimlich nach der Quelle des Giftes, welches in Ihr Essen gemischt wird. Fündig werden Sie in jenem Kellerabteil, welches bis eben zur Lagerung alter Kleidung und demolierter Spielsachen verwendet wurde. Unlustiger Weise finden Sie konkret ASS (Acetylsalicylsäure) in 500-Gramm-Boxen aus den USA und Rattengift, welches (einzeln oder in Kombination verabreicht) schleichend massive Mikroblutungen an Schleimhäuten und Gefäßen verursacht. Oder anders: Dieses üble Zeug lässt einen bei Überdosierung annähernd schmerzfrei innerlich verbluten. Hm.

Da Sie auch um Gesundheit und Leben Ihrer Kinder fürchten, wenden Sie sich an Kriminalpolizei, Jugendamt, KITA- wie Schulleitung – und erhalten ausnahmslos Absagen. Denn: Sie sind Ausländer und Ihren Wahrnehmungen wird nicht geglaubt. Noch schlimmer: Sie werden nun beschuldigt, der Beinahe-Mörderin zu unterstellen, eine Kapitalverbrecherin zu sein. Einer Strafverfolgung wegen „übler Nachrede“ und „falscher Verdächtigung“ entgehen Sie nur knapp und lassen die Sache bleiben.

Nun überlegen Sie, auf welche Weise Sie ihre Kinder retten können, kündigen die Trennung an, werden um Ihr gesamtes Vermögen gebracht und landen in einer 1-Zimmer-Souterrain-Wohnung, deren Miete Sie gerade so berappen können. Gut ein Jahr haben Sie Zeit, um die Vielzahl an Geschehnissen zu überdenken, den Verlust Ihrer Kinder, die gänzliche Ignoranz aller „Behördenvertreter“ sowie die geringe Sinnhaftigkeit Ihres Verbleibs im „Feindgebiet“ zu erkennen. Ungebrochenen Herzens packen Sie, reisen ab, fangen sich in der Ferne emotional, wirtschaftlich und organisatorisch, bestimmen im Sinne des Allmächtigen den weiteren Lauf Ihres Lebens und erhalten Ihr Wohlbefinden zurück. Sieben Jahre der Entbehrungen, des Verlustes und der bloßen Vernichtung Ihrerselbst sind vorüber. Doch: Zahllosen Ihrer Bekannten, Freunde und Verwandten ergeht es nach wie vor übel. Keiner der eben Genannten hört auf Sie, da die Weisheiten eines vermeintlichen Spinners nicht zählen. Doch endlich lernen Sie, die Leben anderer Menschen nicht mehr retten zu wollen.

Wie? Ihr Leben verlief bis dato glücklich? Sind Sie sicher? Wahrlich? Schön! Keine Sorge, denn dies war die Geschichte meiner sieben Hundejahre, nicht der Ihren. Und? Wie geht es Ihrem Freund? Ihrem Bruder? Ihrer Mutter? Egal? Egal! Ach, Sie essen noch Ihren kalten Döner? Mahlzeit!

© Tom Landon, Autor – alle Rechte vorbehalten