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Child Removal - Criminal Law - Health - History - Politics - Religion - Februar 11, 2024

Buch ‚SCHWEINEDOPING‘ – Kapitel 03

Titel des Kapitels: „Einfach: Kind“. „Have you seen my childhood?“ Die Frage nach dem einstigen Bestand von Kindheit stellen sich mit Sicherheit Millionen von Menschen auf der ganzen Welt. Auslöser für die Notwendigkeit derartiger Fragen sind meist Kombinationen aus „Erziehungsfehlern“, Gewalt und sexuellem Missbrauch in der Familie, Alkohol- und Drogenkonsum der Eltern oder „ganz einfach“ – fehlende Spielgefährten.

Vorab jedoch zu den Kindern „verwaister Länder“: Meist früh in echter Arbeit unterwiesen, auf sich selbst gestellt und zudem alleine gelassen, finden sich die Kinder dieser Territorien auf der Straße – wieder. Entweder werken diese an Statur kleinen Menschen als Schuhputzer, Eierverkäufer (hartgesottene Eier als Snack), billige Zettelverteiler oder gar als „Kinder-Nutten“ (so die gefällige Beschreibung straffälliger „Insider“). Das Alter dieser Sprösslinge liegt meist unter 8 Jahren. Und die „Urlauber“ lieben es, ein seelisch derart verstümmeltes Kind zu „belohnen“.

Zurück deshalb zur vermeintlich „wahren“ Kindheit: Aufgewachsen unter Obhut des Vaters, der Fürsorge der Mutter, entwickelt sich ein gesundes Kind meist prächtig. Besucht die Schule, studiert und führt sich ein in die Verbindungen der Gesellschaft. Doch dieser Tage sind Spiele mit dem Teddybären „out“, die Puppenpflege keine „coole Sache“ und das Fahrradfahren längst nicht „hyper“.

Nun mögen Sie sich fragen, lieber Leser, ob Ihr Schreiber denn ein alter Greis von 135 Lenzen oder gar ein Spießer ist. Die Erklärung für den Schrieb: Die Suche nach der Kindheit dieser Zeit. Der Kindlichkeit, der – Zukunft. Was einst Karotte, Paradeis (Tomate) und Käsebrot, sind heute „Fig Bar“ (Ballaststoff-Riegel), „Cornflake-Brot“ und „Milchmahlzeit“ (überzuckerter Braunkuchen mit Fettcreme-Füllung). War sie noch Utopie, die Zeichnung einst im Buche (der Geschichte), so fressen Kids von heute Zeug und Konzentrat aus der Konserve. Milch und auch Kakao sind öde, pfui, der Iso-Drink und Instant-Suff gefragt und stets beliebt. Anstelle den Mädels und Knaben nun zu sagen, dass der gesteigerte Konsum von fetten Kartoffel-Chips zu Pickeln und der Krätze führt, verspricht die Politur für die Vissage die reine Haut.

Ja, der Bedarf wird stets geschaffen, wenn der Hosenmatz noch in die Windel kackt. Das Ideal der Kindheit scheint – zumindest scheint – die Möglichkeit zur Sicht auf Zuspruch, Treue und auf Liebe.

Ach, Liebe. Wieder und noch mehr. Die Liebe spielt bestimmt – und ganz gewiss – die beste Rolle im Wuchs des Kindes. Man kann auch sagen, sie wäre „das klare Wasser“ auf das Haupt des Schösslings. Und Liebe – nein -, Liebe kostet nichts.

Dann noch die Mitteilung von dem Zweck der „guten alten Ohrfeige“ als Behelf ist dumm, entspricht dem Blödsinn aus dem Mund der Kreatur. Vielmehr und logisch ist, dass Gewalt die folgende stets zieht. Wer also seine Kinder verprügelt und missbraucht, sollte je damit rechnen, von seinem Nachwuchs gemieden dann zu werden, wie der Mundgeruch vom Hysteriker.

Schreiben kann man bis zum Abwinken. Denn Realität sieht stets nur anders aus. Besonders dort, in armen Ländern, gelten Begriffe wie „Erziehung“, „Pädagogik“, „Belehrung“ und vor allem „Geborgenheit“ als fremd. Usus vielmehr ist, die Produkte der jeweiligen Paarung auf die Straße zu entsenden. Denn die Kinder, liebe Leute, die Kinder sind dort die Pensionskasse auf zwei Beinen. An Optik schöne Mädchen findet man dann wieder – auf den Matten kranker Sextouristen oder in den Wägen alter Aussteiger. Aus den Beziehungen der Kindfrauen mit den „estranjeros“ (Fremden) gehen dann Kinder hervor, deren Identität für sie selbst das größte Rätsel bleibt. Denn schon kurze Zeit nach großen Festen und dem Gebrauch der Unschuld, gibt man Geld und schickt zurück, was wertlos feil und ausgesaugt.

Die Kinder dieser Welt sind Teil der Zukunft. Doch welche Zukunft hat ein vom Verschleiß bemaltes Wesen, das Kind – das Opfer eines Raubes ohne Ende?

© Tom Landon, Autor – alle Rechte vorbehalten