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Corruption - Criminal Law - Finance - Health - History - Politics - Technology - Februar 9, 2024

Buch ‚SCHWEINEDOPING‘ – Kapitel 01

Titel des Kapitels: „Schweinedoping“. Ja, „Fleischfresser“ sind die meisten von uns – darf man annehmen. Dass im Verzehr von Schweinefleisch jedoch Gefahren stecken, ist uns allen neu. Oder so. Da kommen aus Bayern und dem nahen Österreich nun Nachrichten über einen angeblich aufgedeckten „Schweineskandal“. Nun, wenn man bedenkt, was diese armen Kotelette Körper so zu essen kriegen – kein Wunder über Wortwahl. So schlucken und absorbieren diese rosafarbenen Grunzmaschinen – so weiß man – Trebern (Nebenprodukte der Bierbrauerei), Holzspäne, Eingeweide anderer Nutztiere, den Kot ihrer Zellennachbarn, tote Ratten, Speisereste (aus Nobelrestaurants), „Kraftfutter“ (dazu kommen wir im nächsten Absatz) – und natürlich die Kotze angeekelter Schweinezüchter.

Nun werden Sie sich fragen, weshalb ein vermeintlich kultivierter Schreiber so üble Dinge tippt. Die Ansage folgt: Die als „Kraftspeise“ oder „Mastbehelfe“ bezeichneten Beigaben zum super köstlichen Schweinefraß stammen aus den Giftküchen gänzlich verwirrter Chemiker. Hier werden dem ohnehin verbotenen Tiermehl noch Sexualhormone von Stieren (auch als „Taurin“ bekannt und in Energy-Drinks gelöst) beigemengt, Wachstumshormone und „Eiweisbilder“ zugemischt. Soll eine Sau (so nennt man die weiblichen Schweine) besser „ferkeln“ – also werfen -, so kriegt diese natürlich die weibliche Sexualhormone injiziert oder in einen Schweinedrink gemengt.

Der Sportler, der sein saftig‘ Stück vom „Schwein aus Freilandhaltung“ nun verdrückt, wird spätestens beim Dopingtest (vielleicht auch nicht) erkennen, dass in seinem Körper all die feinen Dinge lagern. So findet man dann Substanzen, die wohl den Muskelaufbau und das Brustwachstum gleichermaßen forcieren. Diese „vollbusige“, durch Schweinefleisch gestählte Sportskanone rennt dann bestenfalls noch auf Omas‘ Kartoffelfeld im Kreise. Denn „clean“ wird keiner dieser Sprinter jemals sein. Und wenn in ein bis zwei Jahren Kühe blöken, Schafe grunzen und die hübschen Rüsseltiere gackern (ein Hühner-Skandal wird folgen), dann wird das „Julchen“ ihren „Knut“ stets fragen, ob er am Abend nun ein „Schwaf-Steak“, „Reine-T-Bone“ oder lieber „Huerkel-Bein“ speisen möchte.

Ja, diese Fragen wird man sich stellen müssen. Und den Minister dort zu feuern, scheint die Lösung nicht. Von „Bauernfang“ und dem „Finden seines Dummen“ kann keinesfalls die Rede sein. Der Bauer weiß, was er seinen Viechern füttert. Und: Dumm wie arm ist stets nur jener Landwirt, der den Beipacktext und auch die Warnhinweise auf den „Ferkel-Glück“-Säcken nicht lesen kann. So ist uns allen – Bauern oder nicht – doch eines klar: „Sojaschrot“ klingt anders als „Testosteron“ oder „Polyacethylglucosamin“ (Chitin). Mahlzeit!

Reaktionen auf „Schweinedoping“:
DDr. L*******, Österreichischer Bauernbund: „Der Autor hat eine rege Fantasie, sollte mal auf einen Bauernhof fahren und nicht nur im Web surfen.“ Antworten seitens des Autors (meinerselbst): „Werter Herr DDr. L*******, der von Ihnen wohl kritisierte Autor ist auf dem Lande aufgewachsen und hatte im Verlauf der ersten sechs Jahre seines schulischen Einsatzes Gelegenheit, über Monate auf Bauernhöfen seine ersten „Scheine“ zu verdienen. Mit Sicherheit und ohne Zweifel: Die Bauern haben ein in der Tat schweres Los. Die Arbeit ist – auf Gewissen – schlecht entlohnt und der Konsument enorm verunsichert. Tatsache: Landwirte sind keine Dummköpfe. Die Großeltern und Eltern des Autors lebten von der Landwirtschaft. Zwar mehr schlecht als recht -, doch sie lebten. Und ebenda wurden keineswegs „Tierzucht-Behelfe“ eingesetzt. Niemals, so behauptet der Autor.

Bei jenen Landwirten, bei denen nun später gearbeitet wurde, schien es bereits recht erstaunlich, dass den Tieren immer weniger Grünzeug und mehr „billiges“ wie vor allem schnell/einfach erhältliches „Kraftfutter“ verabreicht wurde. Dort standen Tiere, Herr DDr., die niemals auf Wiesen waren – obwohl diese Grünflächen nur 50 Meter entfernt und im Besitz des jeweiligen Bauern schienen. Und Sie, werter Herr DDr., wissen vermutlich, dass diese Landwirte wohl nicht die einzigen „Tierzüchter“ (anstelle von „Tierhaltern“) waren. Und: „Züchten“, Herr DDr., züchten kann man auch Pilze. So die Wissenschaft weiß, werden die nicht unglücklich und fühlen nicht den Druck einer Metallbox – auf Lebenszeit! Und von wahnsinnigen Pilzen, Herr DDr., hat man noch nicht berichtet. Für Ihren Beitrag danken wir sehr.“

© Tom Landon, Autor – alle Rechte vorbehalten