myfather.blog

Wenige Sekunden ...

Corruption - Criminal Law - Finance - History - Politics - Technology - Januar 23, 2024

Buch ‚ROTE SAU‘ – Kapitel 17

Als ich im Januar 2013 von den strafrechtlich relevanten Aktivitäten des NOVOMATIC-Managements lesen durfte (es ging um angeblichen Gesetzeskauf, Bestechung, Spielerschuld-Ablöse und ähnliche Belange), war mein Entschluss zur ungekürzten Veröffentlichung meiner Erfahrungen mit Technikern, Geschäftsführung und Mitarbeitern jenes Glücksspielkonzerns gefallen. Von großer Bedeutung in der Analyse der Verknüpfungen zwischen SPÖ und NOVOMATIC erscheint die präventive Darstellung der jeweiligen Position aktiver und ehemaliger Mitglieder der österreichischen Bundesregierung.

Aktuell werden in Österreich rund 20.000 Spielautomaten betrieben, wobei Aufstellung, Funktion und festgelegte Maximalwerte (des Geldeinwurfs) bei 50% Prozent der genannten Maschinen als illegal gelten. Da sohin jeder 2. Spielapparat als dysfunktional (mangelhaft oder nicht in wahrer Funktion) zu werten ist, drängt sich dem überparteilich kritischen Betrachter die Frage auf, weshalb die selbst ernannt “sozialdemokratischen“ Politiker Österreichs den längst fälligen Schützer-Beistand verwehren. Oder anders: Welche sind die Motivationen der österreichischen Sozialisten, ein am Rande der groß angelegten Kriminalität schaffendes Unternehmen, wie die NOVOMATIC AG schier ungehindert abseits nationaler Gesetzmäßigkeiten expandieren zu lassen? Die Antwort gestaltet sich mitnichten kompliziert, bedarf jedoch einer mehrseitigen Ausführung: Im Oktober 2011 wurde ich kurzfristig in die niederösterreichische Konzernzentrale der NOVOMATIC AG gebeten. Bereits nach Betreten der mit Marmor ausgelegten Empfangshalle wurde mir klar, dass es sich bei jenem Klienten meines Auftraggebers um ein Unternehmen handeln müsse, dessen Wirken von großer politischer Relevanz ist. Dies, da über eine Video-Wand unterbrechungsfrei die Aufzeichnung der 30-Jahr-Feier des Unternehmens unter reger Teilnahme namhafter österreichischer Politiker abgespielt wurde. Die Vielzahl an Überwachungssystemen ließ mich zudem im Ansatz die Verbindungen zwischen Stadtrat Natter, den SPÖ-Nasen der niederösterreichischen Landesregierung, der Geschäftsführung der NOVOMATIC-Tochter HTM (Gitta Domtaler, deren Tochter Petra Follar, Wien) und der österreichischen Bundesregierung unter Kanzler Faymann bedenken. Nach einer gut 40-minütigen Wartezeit ließ man mich zum Sicherheitsbereich vortreten, an welchem meine magnetisierte Besucherkarte final kontrolliert wurde. Der beachtliche Fußmarsch vom Aufzug zum designierten Besprechungsraum war begleitet von Hinweisen zum strikten Verbot der Fertigung von Photos, Ton- und/oder Video-Aufnahmen sowie handschriftlichen Aufzeichnungen Verlauf und Inhalt des Gesprächs betreffend. Endlich fanden sich die mir namentlich angekündigten Gesprächspartner ein, welche stoisch den absolut geheimen Charakter der Zusammenkunft repetierten. Mir gegenüber saßen Gitta Domtaler, deren Tochter Petra Follar* und der für den Techniksektor des Konzerns zuständige Jürgen Cretino. Einführende Thematik war das Nicht-Vorhandensein eines Inventarisierungssystems zur längst fälligen und vom Vorstand eingeforderten Katalogisierung des gesamten Gerätebestands. Kurzerhand wies Ingenieur Cretino nach, dass sich auf dem Großformat-Display, welches zu Demonstrationszwecken an der Stirnseite des Raumes hing, keinerlei Zuordnung (Nummer, Barcode oder ähnlich) befand. Diesen Zustand, so Cretino*, müsse man im Sinne der Vorstandsforderung kurzfristig revidieren. Aus dem Stegreif unterbreitete ich den Herrschaften ein moderates Angebot und bat um Fortführung des Gesprächs in Bezug auf die Sekundär-Thematik. Hierin sollte es – so Gitta Domtaler* – um die Schaffung eines Online-Buchungs- und Verrechnungssystems für ein Badener Hotel (Kurstadt Baden in Niederösterreich) gehen, welches sich in Besitz und Eigentum des Glücksspielkonzerns befand. Die Software-mäßige Entwicklung einer derartigen Applikation (Anwendung) stellte – so meine Zusicherung – die bis eben einfachste Übung dar. Als nach Ablauf einer Stunde die Primärthematik zur Sprache kam, schloss man die Tür des Besprechungsraumes, änderte zwecks Annäherung an meine Person die Sitzposition und führte aus, dass man mit der Steuerbarkeit der von NOVOMATIC global betriebenen Spielautomaten gänzlich unzufrieden sei. Hierbei wäre es dringend vonnöten, jeden Automaten zum Zwecke der Buchführung und fälliger Software-Updates (Programm-Erneuerungen) in Echtzeit und nach Belieben erreichen zu können. Wohl habe man eine gangbare Lösung in Anwendung, was die Spielautomaten in Österreich anlange, doch würde es täglich wachsende Probleme mit der Abrechnung von Tagesumsätzen der Automaten-Casinos in Grenzregionen (Ungarn, Tschechien, Slowenien, Rumänien und Bulgarien) geben. Weiters sei die Entwicklung der hierfür nötigen Software aufgrund aktueller österreichischer Gesetzmäßigkeiten in der Phase der Erlangung neuer Lizenzen zum Erhalt des “kleinen Glücksspiels“ untersagt, weshalb für die Position des Auftragnehmers lediglich eine Auslandsgesellschaft in Frage käme. Aus der Haltung des einem angeblichen “IT-Experten“ (Ingenieur Cretino*) gegenüber sitzenden Programmierers verwies ich auf die unschwere Machbarkeit einer derartigen Applikation samt Video-Zugriffskontrolle und nannte ein Kürzel aus der üblichen Fachsprache des Informationstechnologen, nämlich “PRAC“ (“PRAC“ = “permanent remote access control“), welche auf recht einfache und absolut zuverlässige Weise den Perma-Zugriff auf jedes Computer-basierende Gerät ermöglicht. Voraussetzung seien lediglich die einwandfreie Definition der jeweiligen Maschine (des Spielautomaten, der Computer-Kasse, der Video-Kamera) im WAN (“WAN“ = “wide area network“) sowie die Buchung größtenteils zuverlässiger semipermanenter oder permanenter DSL/S DSL/XDSL/Kabel-Anbindungen zum Internet. Optimal – so mein Hinweis – wäre der kurzfristige Aufbau eines Daten-mäßigen Konzern-Netzwerks, welches in relativer Unabhängigkeit vom jeweiligen Leitungsbetreiber zu halten sei. Ausgesprochen erstaunt verwies man auf die schier überwältigende Masse an Fachinformationen, bat mich um Rückzug bis zum nächsten Termin und verabschiedete sich mit dem Hinweis auf die unbedingte Zusammenarbeit mit meiner Person, zumal aufgrund der freundschaftlichen Verbundenheit mit Stadtrat Natter* nebst kapitaler Fachkenntnis der Erfolg des Vorhabens garantiert schien.

Auf meiner Rückreise von Gumpoldskirchen nach Berlin nutzte ich mehrfach die kostenfreien Internetverbindungen zur Recherche der aktuellen politischen Verflechtungen in Bezug auf den eben akquirierten Kunden. Nach mehrstündiger ansatzweiser Erforschung des Firmengeflechts und der involvierten Politiker zeigte sich mir das folgende absolut erstaunliche Gefüge: Als NOVOMATIC-Aufsichtsrat agiert der frühere SPÖ-Innenminister und Bürgermeister der Stadt Purkersdorf, Karl Schlögl, Aufsichtsratsvorsitzender der deutschen NOVOMATIC-Tochter NSM-Löwen ist der einstige deutsche Finanzminister Theo Waigel, seinem Kollegium gehören (!) der frühere deutsche EU-Kommissar Günter Verheugen sowie der österreichische Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer an.

Bei einem Vorjahresgewinn (2012) von knapp 200.000.000 EUR erscheint es aus Sicht des Glücksspielkonzerns, vielmehr aus jener der Initiatoren des Milliarden-Imperiums wenig aufwendig, sich die einflussreichsten Gesichter des österreichischen und deutschen Politikums zu kaufen. Selbst duale Verknüpfungen zwischen Banken und Politik gelten als bezahlbar, weshalb man sich für den Aufsichtsrat des niederösterreichischen Mutterkonzerns kurzerhand Herbert Lugmayr (SPÖ-Funktionär und Ex-GiroCredit-Generaldirektor) sowie den einstigen Creditanstalt-Vorstand Helmut Jell gefügig gemacht hat.

Nehmen wir uns kurz Zeit zur Betrachtung des Werdegangs eines absolut entbehrlichen Alfred Gusenbauer, welcher seit geraumer Zeit auf Kosten österreichischer Steuerzahler den Nerv des Regimekritikers reizt: Als Speichel leckender Emporkömmling schloss sich Gusenbauer der SPÖ im Jahre 1981 an, um in seiner Eigenschaft des Parteidieners (Angestellter) bis 1990 zu verweilen. Von 1990 bis 1999 hielt sich Gusenbauer in der Kammer für Arbeiter und Angestellte (Niederösterreich), um von 1999 bis Ende Januar 2000 Landesgeschäftsführer der SPÖ Niederösterreich zu sein. Wertet man nun großzügig die Perma-Philosophie jenes “politischen Würstchens“, so zeigt sich – ähnlich den zweifelhaften Karrieren seiner roten Vorgänger und Nachfolger – die folgende Entwicklung: Über Jahrzehnte melken, täuschen und benutzen die Granden des in Europa allmächtigen Sozialismus die Millionen-Population jener „europäischen Union“, welche als „kontinentalpolitische Lösung“ verkauft und zu horrenden Kosten konstruiert wurde. Das tagespolitische Ergebnis jenes Luftblasenwerks (der EU nämlich) heißt „Rekord-Arbeitslosigkeit“, nennt sich „sozialer Notstand“ und wird allerorts mit „Chaos“ bezeichnet. Dass jener Sozialismus (mehrfach und vorzüglich als „Sozialdemokratie“ verjubelt) die Wiege aller Hasspolitik, der Ursprung zahllos publizierter „Großkotzerei“ und die Quelle polizeilicher Ohnmacht ist, will sich hier erklären. So wurde einst in der ersten Oktoberwoche 2002 tatsächlich der Beitritt weiterer 12 Staaten zur Europäischen Union beschlossen. Genannt wurden genauer Bulgarien, Zypern, Polen, Ungarn, Tschechische Republik, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Slowenien, Slowakei und – unter Vorbehalt (aufgrund zahlreicher Menschenrechtsverletzungen) – die Türkei.

Klar ist – und zum Verstehen jener Logik reicht die Intelligenz eines gelernten Parteisekretärs -, dass die „Vertreter der Europäischen Union“ den Verlust des Gefühls voller Hosentaschen beklagen. Kurz: Um den gigantischen Verwaltungsapparat der EU (ob fehlender Produktivität) weiter finanzieren zu können, braucht ebendiese Administration neue Zahler. Ob der benötigte „Rubel“ nun aus eher „reichen“ Ländern oder künftig aus den angeblichen „Hungerburgen Europas“ eingezogen wird, darf die Zahlungsempfänger in Straßburg nur wenig stören.

Wer nun sind die aktuellen Kassiere jenes unwürdigen europäischen Sauf- und Fressgelages? Nun, in Deutschland füttern die oft rochierenden „Kurzzeit-Minister“ das europäische Monster mit Beitragszahlungen unbekannter Herkunft. In Österreich schlich sich ein oftmals in Verbalattacken ausfallender Ex-Parlamentarier namens Alfred Gusenbauer aus der Politik, welcher mit brachialer Werbewirksamkeit in der Phase seiner SPÖ-Euphorie mit einem 15-Tonnen-LKW durch sein KeineswegsHeimatland kurvte (Gusenbauer küsste vor Jahren russischen Boden und bezeichnete diesen als „Heimaterde“), um dem Volke näher zu sein.

Der Widerspruch für sich liegt in der bloßen Ausübung: Über Jahrzehnte kassierte die aktive und sich selbst feiernde rote Gesellschaft bis zu 65 Prozent Einkommenssteuer aus dem Arbeitslohn der Bürger, um einen Großteil jener Gelder der selben geschröpften Masse in Form von Bratwürsten, Sozi-Fahnen, SPÖ-Schirmkappen und Tulpentöpfen zurück zu reichen. Die Logik? Ja, die Logik liegt in der großangelegten Verwirrung einer ohnehin verunsicherten Menge. Oder anders: “Stimmenkauf mit Bier und Würstchen“. Haben Sie als potentieller (oder tatsächlicher) Wähler jener „Staatspolitiker“ jemals darüber nachgedacht, wie viele Jahre (vermutlich 350) Sie dafür arbeiten mussten/müssen/werden müssen, um jenen roten Rotznasen deren Wahl-Werbespaß zu finanzieren? Hatten Sie je Gelegenheit, einen jener Berufsquacksalber zum Verzicht auf einen Großteil seiner gigantomanischen Monatsgage zu bewegen? Wussten Sie, dass ein „kleiner“ EU-Parlamentarier täglich mehr an Kohle vertilgt, verfliegt und schlicht verprasst, als Sie durch harte Arbeit binnen eines Jahres je verdienen werden? Sollten Sie sich, werter Leser, schließlich zur Beantwortung jener offenen Fragen hinreißen lassen, so wird Ihnen die Entkräftung eines SPÖ- Wahlspruches sicherlich noch leichter fallen: „Ja, ich wähle sozialdemokratisch und deshalb auch sozial gerecht.“ Wählen Sie also „rot“ und wählen Sie sich in den „ewigen Urlaub“ mit ebenso „ewigem Anspruch“ auf Sozialhilfe, Arbeitslosenhilfe und Rente. Und ich sage „prost“ und „Mahlzeit“ zu Bierchen und Schweinewurst. Doch keine Sorge um den Senf, denn den spenden freudig auch die „Gusis“ einer roten Zecher-Zukunft.

© Tom Landon, Autor – alle Rechte vorbehalten