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Criminal Law - Finance - History - Politics - Januar 8, 2024

Buch ‚ROTE SAU‘ – Kapitel 10

Heinrich Gross, einer der zahlreichen “Euthanasie-Ärzte vom Spiegelgrund“ machte eindeutig Nachkriegskarriere im Bund sozialistischer Akademiker (BSA) und war zudem im Kinderheim Schloss Wilhelminenberg tätig, galt trotz parteiinterner Kenntnis ob seiner beherzten Mitgliedschaft in der NSDAP als angesehener BSA-/SPÖ-Funktionär, welcher in den 50er-Jahren sogar zum Chef aller Wiener Kinder- und Jugendheime befördert wurde!

Hans Krenek war – wie Mediziner Gross – während der NS-Herrschaft am “Spiegelgrund“ tätig und hatte die Direktion des angeschlossenen Erziehungsheims inne. Durch das parteipolitische Wirken seiner früheren “NS-Kameraden“ wurde die Reputation des Hans Krenek einem “Persil-Verfahren“ (Volksmund für “Reinwaschung“) unterzogen. So konvertierte der vormaligen NSDAP-Großkotz Krenek zum “anständigen Sozialdemokraten“ mit Wirkung im BSA und der Struktur jener SPÖ, wie Österreich sie heute kennt. 1954 erkor man Krenek zum Referatsleiter der Wiener MA 17 (heutige “Magistratsabteilung 17 für Integration und Diversität“).

Hildegard Müller, früheres BDM-Mitglied (“BDM“=“Bund deutscher Mädchen“), stand mehrfach öffentlich zu ihrer NS-Ideologie. Bis zur Schließung des Heimes am Wiener Wilhelminenberg im Jahre 1977 war sie die Leiterin jener “Erziehungsanstalt“. Laut Proklamation Müllers herrschte in ihrem Institut Zucht und Ordnung. Nach Behauptung des Psychiaters Ernst Berger, welcher rund 100 Missbrauchsopfer interviewt hatte, praktizierten die durch Müller instruierten Erzieher den systematischen Sadismus. So mussten Kinder mehrfach Erbrochenes essen, wurden mit nassen und verknoteten Handtüchern geschlagen oder gar bis zur Bewusstlosigkeit mit dem Kopf in die Toiletten-Muschel getaucht. Die Summe der Missbrauchsfälle zulasten zahlreicher SPÖ-Gemeinderäte lässt den aktuellen Wiener Bürgermeister jedoch hartnäckig schweigen. Möglicher Weise auch deshalb, da Häupl selbst als Mitglied der deutsch nationalen “pennalen Burschenschaft Rugia Krems“ und als deren ehemaliger “Referent für ideologische und programmatische Fragen“ gilt. In der Tat bestürzend ist zudem jene Tatsache, welche die vorsorglich zu lokalen Gruppen zersplitterte “Burschenschaft RUGIA“ (“Markomannia“) zur multiplen Brutstätte eines neuzeitlichen Faschismus werden ließ. So fanden/finden sich selbst ernannte “Sozialdemokraten“, wie jene im Sinnbild des Gerd Honsik, welcher sich nach eigener Aussage vom 27. April 1992 (Landesgericht Wien) einer „… Familie von anständigen Nationalsozialisten …“ entwachsen erachtete.

Welche kraftlosen Maßnahmen setzten die Sozialisten (“Sozialdemokraten“/einstigen AustroFaschisten) seit offizieller Verkündung des Endes jenes NS-Regimes im Jahre 1945 zur Bereinigung der Mitgliedschaften um den Anteil überzeugter Faschisten und Korrupteure? Nun, einer seitens der SPÖ selbst in Auftrag gegebenen Studie zufolge betrug der Anteil an ehemaligen NS-Funktionären bei Parteigründung gut zehn Prozent (10%). Tendenziell stieg jener (NS-Anteil) in den beiden Jahrzehnten hernach markant an, da die parteiintern angeordnete “Rein-Waschung“ der nunmehrigen SP-Politiker Wirkung zeigte. Plakativ befohlene Maßregelungen trugen lediglich zur Bloßstellung einzelner Persönlichkeiten, willkommener Weise aber zur Tarnung einstiger NS-Verbrecher bei.

Konkret jedoch erlangte der Jurist und Politiker Dr. Karl Renner trotz klarer Befürwortung (Eintritt für die “Ja-Parole“, Volksabstimmung 1938) des Anschlusses Österreichs an das Großdeutsche Reich im Jahre 1945 die Position des Staatskanzlers und fungierte 1945 – 1950 zudem als Bundespräsident der jungen Republik Österreich. Kurz nach Etablierung der ersten Nachkriegsregentschaft (1945) schlugen die Wiener NR-Abgeordneten Hilde Krones und Paul Speiser vor, bekannte/bekennende Faschisten aus deren Gemeindebau-Wohnungen zu werfen. Gewiss blieb es lediglich beim Vorschlag. SP-Innenminister Josef Afritsch befand den Zuschlag zur Lohnsteuer als treffliche Bestrafung im Umgang mit Faschisten. Den Rachegelüsten des Vor- und Nachkriegsparteivorsitzenden der Sozialisten gemäß sollten jene Geschäfte, welche während des NS-Regimes das Schild mit dem Text “An Juden wird nichts verkauft“ trugen, „… zur Abschreckung neuzeitlicher Kunden …“ jenes (Schild) wiederum montieren müssen.

Im Juni 1945 hatte sich der SPÖ-Vorstand darauf geeinigt, den gut 600.000 verbliebenen (einstigen) österreichischen NSDAP-Mitgliedern für die Dauer von fünf (5) Jahren das Wahlrecht zu entziehen, jene aus leitenden Positionen des amtlich-öffentlichen Wirkens zu entfernen und mit einer erhöhten Einkommenssteuer zu belegen. Naturgemäß hagelte es aus allen Länderverbänden harte Kritik, zumal sich ebenda die kürzlich als NS-Schergen aktiven SP-Funktionäre ihre hoch dotierten Positionen bereits gesichert hatten. Tage nach Einigung auf jene Maßnahmen meldete sich der spätere Bundespräsident Renner zu Wort und proklamierte: „… die Verdammung dieser harten Parteilinie. Hitler war ein Engel im Vergleich zu diesem Werk. Ich würde mich schämen, könnte so etwas beschlossen werden.“ (SPÖ- Vorstandsprotokoll vom 3. September 1945) und „Nicht die Nazis hatten am Krieg und dessen Folgen Schuld, eher wir als Marxisten müssen wissen, dass kapitalistisch-imperialistische Spannungen die Auslöser waren und sind.“

Am 24. September 1945 berichtete Reinhard Machold im SPÖ-Vorstand, nahe stehende Genossen würden den in der Grazer Industriehalle inhaftieren Nationalsozialisten die Freisetzung/Enthaftung bei Eintritt in die SPÖ zusichern. Nach Erkenntnis und Aussage des VP-Obmannes Hermann Gruber wurden alleine im Bundesland Kärnten 6.000 (!) Nationalsozialisten durch “Ent-Registrierung“ hoch dotierten SP Kommunal-Funktionen zu geführt.

Am 8. Oktober 1945 (SPÖ-Vorstandsprotokoll) rief Staatskanzler Renner aus, „… dass, wenn die
außenpolitischen Auswirkungen nicht da gewesen wären, mir der braune Faschismus lieber wäre, als der schwarze!“ (bezogen auf die VP). Problemlos wurden die beiden NS-Propagandisten Heinz Paller und Josef Kreutz zu Chefredakteuren der steirischen SPÖ-Monatsschriften erkoren. Hans Czettel, Jahrgang 1923, Innenminister (SPÖ) Österreichs in den Jahren 1964 bis 1966, Landeshauptmann Niederösterreichs bis 1980, galt als überzeugter Hitlerjunge und rangierte seit 1941 als dekoriertes Mitglied der NSDAP.

SPÖ-Nationalrat Franz Hellwagner, in jener Funktion von 1966 bis 1982 tätig, war Mitglied der NSDAP und der “Österreichischen Legion“, einer illegalen Exil-Organisation der NSDAP. Wohl wurde Hellwagner im Jahre 1945 als “belastet“ eingestuft, machte jedoch ungehindert Karriere in den Reihen seiner früheren Mitstreiter.

1969 tritt Franz Olah (SPÖ), Innenminister und ÖGB-Präsident, nach rechtskräftiger Verurteilung seine Gefängnisstrafe an. Anschuldigung: “Widmungswidrige Verwendung von Gewerkschaftsgeldern, finanzielle Unterstützung der Kronen Zeitung und der FPÖ (!).“

Landwirtschaftsminister Hans Öllinger, seit 1937 bei der Waffen-SS, trat auf Druck der Öffentlichkeit erst im Jahre 1970 (kurz nach Regierungsbildung unter Bruno Kreisky) zurück. Sein Nachfolger: Oskar Weihs, ebenso NSDAP. Selbst Bauten-Minister Josef Moser (Jahrgang 1919) und Verkehrsminister Erwin Frühbauer waren NSDAP-Funktionäre. Otto Rösch (Jahrgang 1917), unter Kanzler Bruno Kreisky SPÖ Innen- und Verteidigungsminister, Lehrer an der NAZI-Schule “NAPOLA“ in Traiskirchen, Mitglied der NSDAP seit 1940, wurde gar Beauftragter der britischen Zensurstelle in Graz und erhielt das Amt des Referatsleiters in der “Heimkehrer-Hilfs- und Betreuungsstelle“. Im Dezember 1947 wurde Rösch unter dem Verdacht verhaftet, der illegalen “Gruppe Soucek“ an zu gehören. Diese konspirative Gruppierung verhalf unter Anwendung gefälschter Ausweise und Schleuser-Verbindungen hochrangigen NS-Tätern zur Flucht. Rösch gehörte nach seiner Enthaftung (genauer über 13 Jahre) und bis zur Abwahl der Regierung Bruno Kreisky eben dieser als Minister an.

1987 organisierte die “SJ“-Führung (“SJ“=“sozialistische Jugend“) einen von etwa 15.000 SPÖ-Junggenossen begleiteten Aufmarsch im niederösterreichischen Gänserndorf, welcher unter Einsatz von Lautsprecher-Wagen, Einpeitschern und Brandrednern zum Anti-Waldheim-Exzess ausartete. Hierbei wurden nach Einbruch der Dunkelheit und im Verlauf des folgenden Fackelzuges im Stile “großer demagogischer Führer“ Mülleimer, Kleidungsstücke und Holzbauten in Brand gesteckt. Über die durch die sozialistische Parteispitze finanzierten Lautsprecher-Wagen brüllen die Einpeitscher: „Abaracadabara, der Waldheim (Anmerkung: Einstiger Präsidentschaftskandidat der ÖVP) ist kein Haberer (“Haberer“ = österreichisch für “Kumpel“). Für die Kompensation der durch alkoholisierte Jugendliche verursachten Schäden kommt in Großmut die sozialistische Bundespartei auf. Zu einer strafrechtliche Verfolgung von Gewalttätern und Terroristen in den Reihen der SJ kommt es nicht.

Im Jahre 1989 wird selbst Altkanzler Bruno Kreisky bedingt zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt, weil dieser Simon Wiesenthal als “Nazi-Kollaborateur“ bezeichnet hatte. Ebenso im Jahr 1989 wird SP Vizekanzler und Finanzminister Hannes Androsch wegen falscher Zeugenaussage im Zusammenhang mit dem ihm anhängigen Finanzstrafverfahren zur Zahlung von ATS 900.000,00 (rund 65.000,00 Euro) verurteilt.

1992 wird der den Österreichern in der Zeit von 1983 bis 1986 als Bundeskanzler dienende Fred Sinowatz und durch Bestätigung des Obersten Gerichtshofes rechtskräftig wegen falscher Zeugenaussage zur Zahlung von ATS 360.000,00 (rund 26.000,00 EUR) verurteilt. Jene Verurteilung erhielt direkte Verbindung des einstigen SPÖ- Bundesparteivorsitzenden Sinowatz zur im burgenländischen Landesparteivorstand angekündigten Aktion, (Zitat) „… die Österreicher rechtzeitig auf die braune Vergangenheit des ÖVP-Präsidentschaftskandidaten …“ und späteren Bundespräsidenten „ … Kurt Waldheim zu verweisen“. 1993 folgte durch Bestätigung des Oberlandesgerichts Wien die Verurteilung des Ex-Außenministers (SPÖ) Leopold Gratz wegen falscher Zeugenaussage im Zusammenhang mit dem sogenannten “Fall Lucona“. Die Strafsumme: ATS 450.000,00 Schilling (rund EUR 32.000,00).

Ebenso im Jahre 1993 kam es zur strafrechtlichen Verurteilung (neun Monate bedingte Haft) des früheren Innenministers Karl Blecha (SPÖ), welcher sich der Beweismittelfälschung und Urkundenunterdrückung im Zusammenhang mit der “Affäre NORICUM“ schuldig gemacht hatte. Erst im Sommer 2002 publizierte eine SP-beauftragte Autorengemeinschaft die lapidar betitelte Schrift “Vermögensentzug und Restitution im Bereich der SDAP/SPÖ“. Im Januar 2005 stellte sich der “Bund Sozialistischer Akademiker“ (“BSA“) einer teil-öffentlichen “Analyse der großzügigen Integration früherer NS-Schergen“.

Im Dezember 2011 proklamiert der St. Pöltener Bürgermeister Mag. Matthias Stadler die “Vorbereitung einer Klage“ gegen die Raiffeisen-Landesbank, welche die Stadt und die in der Administration hierfür verantwortlichen Experten „… falsch beraten …“ hätte, wodurch ein “Spekulationsverlust durch umstrittene Zinswetten“ auf das Euro-Franken-Kurs-Verhältnis von rund EUR 80.000.000,00 (80 Millionen EUR) entstanden sei. Dass die vom Bürgermeister autorisierten Akademiker (Stadler selbst studierte deutsche Philologie, Geschichte und Sozialkunde) sich nach missbräuchlichem Umgang mit Volkseigentum (Steuergeldern) nun als Opfer des Bankenwesen sehen, entspricht in der Tat den bekannt unsinnigen Strukturen der österreichischen Sozialdemokratie.

© Tom Landon, Autor – alle Rechte vorbehalten