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Criminal Law - Politics - Januar 8, 2024

Buch ‚ROTE SAU‘ – Kapitel 08

Zur Definition der Mitverantwortung österreichischer Sozialisten/Befürworter des Anschlusses und späterer Staatspolitiker am Holocaust: Amon Leopold Göth (geboren am 11. Dezember 1908, früher SDAP) war Wiener. Göth (exekutiert am 13. September 1946 in Krakau) war auch jener sadistische Leiter des in Polen betriebenen Lagers Plaszów, welcher „Häftlinge“ schon zum Frühstück aus purer Laune erschoss. Diese Taten aus angeblich „sozialer Motivation“ wurden auch durch die formlosen und unverbindlichen Ergebnisse des im Jahre 1938 ausgerufenen „Kirchenkampfes in der Ostmark“ gedeckt.

Mit 12. März 1938 erfolgte der Anschluss Österreichs an das „Großdeutsche Reich“. Aufgrund dieser politisch gewaltigen Irrung bedingten die heuchlerischen österreichischen Bischöfe einen „christlichen Kurswechsel“ und zeigten Tendenzen zum Arrangement mit dem nationalsozialistischen Regime. Beim Einzug Hitlers am 15. März läuteten in ganz Österreich die Kirchenglocken zum „Empfang des Führers und Befreiers“. Die einst (angeblich) Faschismus-feindlichen „kirchlichen Würdenträger“ und die Verfechter des österreichischen Sozialismus unterzeichneten Abkommen und Erklärungen einheitlich mit „Heil Hitler“.

Kardinal Innitzer und sein außerkirchlicher, jedoch hochpolitischer Zwilling, Dr. Karl Renner („Sozialdemokrat“), empfahlen ebenfalls das „Ja“ zum Anschluss Österreichs. Am 8. Oktober 1938 stürmte die Hitlerjugend das erzbischöfliche Palais und stürzte einen Bischof aus dem Fenster. Fünf Tage später versammelten sich an die 200.000 (zweihunderttausend) Faschisten am Wiener Heldenplatz und lauschten johlend und grölend der Rede Bürckels gegen die katholische Kirche. Der Kampfruf damals: „(Kardinal) Innitzer und Jud – eine Brut!“ Die Franziskanerin Schwester Restituta (bürgerlicher Name: Helene Kafka) war damals in einer Klinik im niederösterreichischen Mödling beschäftigt und weigerte sich, die Christen-Kreuze aus den Krankenzimmern zu entfernen. Zudem verfasste sie dereinst fataler Weise Regime-kritische Texte. Schwester Restitutas‘ „Führer-feindliches“ Tun kam unweigerlich zur Anzeige durch den Sicherheitsdienst (vormals “Polizeipräsidium Wien“ unter Johann Schober) bei der GESTAPO. Es folgte die Verurteilung zur Hinrichtung. Martin Borman, Leiter der Reichskanzlei und somit mächtigster Mann nach Hitler selbst, lehnte das eingereichte Gnadengesuch ab. Die Leiche der hilfreichen Krankenschwester wurde an der medizinischen Fakultät der Universität Wien „zu Forschungszwecken“ verstümmelt.

Die Beihilfe österreichischer Sozialisten (späterer “Sozialdemokraten“) zur Vernichtung freundschaftlich verbundener Würdenträger, der Vollverrat von Freunden, Parteikollegen, einstigen Mitstreitern gegen den Faschismus und der Verkauf auf diese Weise erschlichener “Häftlingshinterlassenschaften“ (Möbel, Betriebsvermögen, Zahngold) zur Stützung des Partei-Budgets sogenannter “Vaterlandsverräter im Feindgebiet“, war und ist Programm des österreichischen Sozialismus, ja sogar jener “Sozialdemokratie“ der Nachkriegszeit.

© Tom Landon, Autor – alle Rechte vorbehalten