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Politics - Januar 1, 2024

Buch ‚ROTE SAU‘ – Kapitel 02

Als nach den Februarkämpfen des Jahres 1934 die “Revolutionären Sozialisten“ vom Gründer der nunmehr verbotenen “SDAP“ (“Sozialdemokratische Arbeiterpartei“), Otto Bauer, aus seinem Zufluchtsort Brünn Unterstützung erhielten, übernahm Joseph Buttinger (Bezirksparteisekretär aus Kärnten) die Organisation und konfigurierte diese zu einer “konspirativen Kaderpartei“ um. Anstelle jedoch die Freilassung der zwischenzeitig verhafteten Parteifreunde Manfred Ackermann (1934) und Karl Hans Sailer (1935) zu erwirken, flüchteten Buttinger und eine Minderzahl an Konspiranten (Podlipnig, Hubeny und Bauer II) unter Mitnahme der Parteikasse nach Brüssel, um die Fusionierung der Bewegungen “Revolutionäre Sozialisten“ und “Auslandsbüro der österreichischen Sozialdemokraten“ (“ALÖS“) zur “Auslandsvertretung der österreichischen Sozialisten“ (kurz “AVOES“) vor zu nehmen. Bezeichnender Weise sahen – so der allgemeine Status der Konspiranten – die Mitglieder der “AVOES“ den Anschluss Österreichs – vielmehr die Annexion der Nation – als “geschichtlichen Fortschritt“ an, erachteten gleichzeitig die zu erkämpfende Wiederherstellung der Unabhängigkeit Österreichs als “reaktionär“.

Trotz erwiesener “Feigheit vor dem Feind“ und dem mitunter todbringenden Verrat der Kollegen und Freunde aus den eigenen Reihen samt eigennütziger Verwendung der Parteifinanzen, wählten die Granden der im Jahre 1945 gegründeten “Sozialistischen Partei Österreichs“ den Untertitel “Sozialdemokraten und Revolutionäre“. Dass diese Partei jedoch aus einer Zusammenrottung von Heimatland-Verrätern, “Kameraden-Schweinen“ und hochrangigen NSFunktionären gegründet wurde, verschweigt die Sozialdemokratie des Jahres 2013.

© Tom Landon, Autor – alle Rechte vorbehalten