myfather.blog

Wenige Sekunden ...

Health - History - Religion - Februar 26, 2024

Buch ‘MUENCHHAUSEN STELLVERTRETER’ – Kapitel 02

Meist aber erbaute die als gestört erkannte Person einen (erneut) weit reichenden Helfer- und Befürworter-Kreis, welcher laut werdende Kritik seitens Psychologen/Psychiater/Therapeuten stets egalisierte. Studierten Vertretern einer Pseudowissenschaft (also beispielsweise Psychologen) hier die Verantwortung zu übertragen, ist meiner Überzeugung nach ebenso inprobat, wie die Anwendung der sogenannten “Psychologie” selbst, zumal jene (die Psychologie) ein – wie beschrieben – gänzlich ungeeignetes Mittel zur “Linderung” jener Störung (“Münchhausen Stellvertreter”) ist.

Den Ergebnissen meiner Langzeitbeobachtungen nach verfügen sogenannte “Normalos” im Gegensatz zu den Persönlichkeiten mit “Störungspotential” nicht über die nötige Nähe zum Störungsmuster, um die Abwegigkeit der Handlungen des Gestörten zu erkennen. Einfach: Der gestörte/behinderte Typus jedoch vermag die Unbedarftheit des “Wirten” (im Sinne des parasitären Verhaltens) aus zu nutzen, sich also Position und Vertrauen (wenn auch temporär) zu verschaffen. Die Lüge aus dem Fehlverhaltensfundus der gestörten Persönlichkeit ist hierbei gewiss ein geläufiges Mittel. Wie lange zudem das vermeintlich “freundliche Lächeln” eines Münchhausen-Stellvertreter-Kandidaten anhält, ist bei exakter Beobachtung aus zu machen.

Sogenannte “Gutmenschen” dienen dem “Münchhausen Stellvertreter” lediglich als personifizierter Schmuck und Argumentationshilfe zur Festigung der eigenen, morbiden Position im sozialen Kreis. Stellen jene “Gutgeister” die bedingungslose Protektion des Gestörten ein, so mutiert der einst “feine Freund” aus der Sicht des Gestörten zum “Feind”. Hierbei nimmt die Repositionierung des Neo-Feindes ausnahmslos und logischer Weise der Gestörte vor. Jede “zivile Handlung” (Einzug/Auszug/Umzug) wird zum “allseits beachtenswerten” Ereignis entwickelt. Dies, da dem sogenannten “Münchhausen Stellvertreter” ausnahmslos massive Komplexe und Unsicherheitsmomente inne wohnen.

Die langfristige Beobachtung der in der Tat gestörten Persönlichkeit erscheint somit – wie oben anders lautend beschrieben – als das einzig wirkungsvolle Mittel im Umgang mit jener. Zur Begrifflichkeit “Persönlichkeitsstörung“ möchte ich allseits korrigierend von einer “Störung im Sinne einer neurologischen Behinderung“ sprechen. Im Verlauf meiner intensiven wie mehrjährigen Wahrnehmungen hat sich ausnahmslos die Bereitschaft des “Münchhausen Stellvertreters“ gezeigt, beliebig (“Partner“) Wirte für sich zu gebrauchen. Hier zählte also niemals der Charakter des Einzelnen, vielmehr jedoch die Eignung des jeweiligen Kandidaten zur Zeugung (wörtlich) “schöner Kinder“, der Bereitstellung eines beinahe täglich steigenden Budgets sowie die Darstellung der eigenen Persönlichkeit als mit “Akademiker-Nähe versehen“. Hierbei war die Unfähigkeit des gestörten Typus (“Münchhausen Stellvertreters“) im Sinne der Schaffung eines der eben genannten Vorzüge offenkundig. Partner wurden also nicht liebenden Herzens gewählt, die Selektion des künftigen Begleiters erfolgte in rassenrelevanter Manier und unter Anwendung eines recht einfachen Rasters, wobei bereits während der Annäherungsphase mit dem grundlegenden “Umbau” des neuen F***-Partners begonnen wurde.

Ja, die gänzliche Beherrschung des gewählten Geschlechtspartners obliegt ausnahmslos der gestörten Persönlichkeit. Zuwiderhandeln bedingt die kurzfristige Wahl eines neuen “Ideals“, wobei die geschlechtlich-betrügerische Parallelität der sexuellen Praxis als “logische Folge aufgrund der attestierten Unfähigkeit des Wirten“ proklamiert und entschuldigt wird. Die Erlangung von Geschlechtskrankheiten und/oder lebensbedrohlichen Infektionen spielt in der Wertung durch die gestörte Persönlichkeit eine geringe Rolle, da diese sich als “übernatürlich“ und “universell resistent“ erachtet. “Einfache Infektionen“, wie grippale Kontaminationen oder infektiöse Belastungen des Magen-Darm-Trakts hingegen werden überbewertet und erhalten mitunter dramatische Wichtigkeit.

Aus einer solchen (wenn auch einseitigen) Verbindung klinisch/seelisch gesund hervor zu gehen, bedarf lediglich des festen Glaubens. Treffen jedoch zwei ähnlich gestörte Charaktere aufeinander, so resultieren hieraus mitunter schwerste physische Auseinandersetzungen, zumal das tägliche Machtspiel zweier Persönlichkeiten kongruenter Störung gänzlich verständnislos verläuft. Per Definition/Proklamation (aus dem Munde der meinerseits beobachteten Personen weiblichen Geschlechts vom Typus “Münchhausen Stellvertreter”) erhält die Sexualität (siehe auch mein Buch “Anatomie einer pathogenen Beziehung”) eine in der Tat überhöhte Position. Wie beschrieben, “per Definition”. In der Praxis jedoch ist im Bett der (so meine Erfahrungen) gestörten Persönlichkeit Stille angesagt. Grund: Die offenkundig imbalante Person (“Typus Münchhausen Stellvertreter”) vermag die eigene Sexualität keineswegs zu definieren, noch weniger jedoch zu praktizieren. Das Ergebnis: Es resultieren mitunter abstrakte, eher noch extreme sexuelle (Bedarfs-) Praktiken, deren gelebte Färbung Details, wie das Fesseln, das Schlagen, die Vergewaltigung, die blutige Verletzung und ähnlich erwartet. Dies alles scheint – so meine Erkenntnisse – vollends die gewünschte Erforschung des eigenen (gestörten) Typus in der sexuellen Praxis zugrunde zu haben.

Aus der Sicht der gestörten Persönlichkeit befindet sich diese in der Position des Opfers, der niemals gefällige Sexualpartner hingegen in einer recht ambivalenten Nische. Bei Nicht-Erreichen sexueller Erfüllung (welche sich keineswegs durch die Erlangung von Orgasmen zeigt) deklariert sich die gestörte Persönlichkeit schließlich als “asexuell”. Die final völlige Überforderung mit der in der Tat existenten Sexualität des stabilen Partners führt unausweichlich zu Zerwürfnissen, deren brachiales Szenen-Spiel meist in zwei verhaltensweise Kanäle mündet: Entweder folgt der oft genannte “Versöhnungsbeischlaf” oder die Androhung der geschlechtlichen Untreue zur (tatsächlich unmöglichen) Erlangung sexueller Befriedigung.

Die Suggestion physischer Schwächen oder gar Krankheiten aus dem Munde der gestörten Persönlichkeit erscheint als treffliches Mittel zur massiven Langzeit-Manipulation des stabilen Partners. Einer durch den “gestörten Geist” in Beschlag genommenen Person ist schwerlich zu helfen. Dennoch – so meine Überzeugung – ist ein Prozess der Linderung des Permaleids für den stabilen Charakter durch “epidemischen Zuspruch”, genauer durch dauerhaftes, multiples, vielseitiges Kontakt-Halten möglich. Nicht die Beratschlagung im Stile von “… also, wäre ich Du, würde ich …”, vielmehr die wiederkehrende Hinterfragung in der Anlage von “… wie siehst Du Eure Beziehung?” oder “… darf ich Dich eines Tages alleine treffen?” gibt Möglichkeit, den gänzlich in die Dienste des Gestörten (“Münchhausen Stellvertreter”) gestellten Charakters Mikrometer-weise aus dessen fataler Position zu lösen.

Externe Kritik an der “herrschenden Persönlichkeit” jedoch bewirkt falsche Loyalität und zusätzliches Konfliktpotential zulasten des Gebers/Opfers einer gestörten Existenz. In der Tat ist die Summe an Schmähungen zulasten des “Wirts” mitunter unverwindlich, der Fortbestand des Lebens außerhalb der destruktiven Einflussnahme eines gestörten Charakters jedoch gut realisierbar.

Nun, gewiss bedarf der Partner eines sogenannten “Münchhausen Stellvertreters“ eines stabilen Charakters, somit einer manifesten Persönlichkeit. In der Tat ist es unsäglich schwierig, sich von einer Person los zu sagen, welcher man in der Position des liebenden Menschen idealer Weise bis an das Ende der irdischen Existenz beistehen wollte. Sich also aus der selbst gewählten Helfer-Position los zu sagen, bedeutet stets die Erweichung der eigenen moralischen Befindlichkeiten, ja sogar des Bruches mit den eigenen Idealen, welche vollends für den schier aussichtslosen Erhalt einer tatsächlich pathogenen Beziehung bestimmt waren. Würden jedoch zwei gestörte Persönlichkeiten aufeinander treffen, so ergäben sich wüste Zustände im Wuchs einer nicht enden-wollenden “On-Off- Beziehung“, also einer dauerhaft unverbindlichen Annäherung/Trennung. Den geringen Wahrheitsgehalt von Aussagen und Taten einer “Münchhausen-StellvertreterPersönlichkeit“ nimmt der Geber-Typus bewusst wahr, übernimmt sich jedoch meist mit der Stellung des Dauerhelfers. Dies auch, zumal die gestörte Persönlichkeit unter Vortäuschung totaler Autonomie tatsächlich jedoch keinerlei Selbständigkeit aufweist.

Im Detail: Der gestörte Typus benötigt stets einen vermeintlich “Intellektuellen“, eine “Führungspersönlichkeit“ oder gar einen Behördenvertreter, um sich aus diesem personifizierten Wissenspool zu delektieren, ja sogar an jenem zu reifen. Dieses Pseudo-Wachstum entspricht jedoch ausnahmslos der lebenserhaltenden Blähung eines Kugelfisches. Die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit (also jener des Gestörten) erscheint hier unerreichbar. Meist beginnt das bewusste Leben einer “Münchhausen-Stellvertreter-Persönlichkeit“ mit und aus Lügen, Betrug und Falschheit, endet bedauerlicher Weise auch in ähnlicher Qualität.

Wie beschrieben: Die Entwicklungsfähigkeit eines beschrieben gestörten Typus scheint geringfügig bis nicht vorhanden zu sein. Im Detail unterstelle ich jenen Charakteren sogar eine dramatische Entwicklungsstörung. Hieraus resultiert die absolute Erkenntnis, welche es vollends unmöglich erscheinen lässt, Individuen vom Typus “Münchhausen Stellvertreter“ die Verantwortung für sich selbst zu belassen, noch weniger jedoch jene (Verantwortung) für unmündige Kinder im (Un-)Sinne des sogenannten “Familienrechts“. “Hilfe” von “öffentlichen Stellen” ein zu fordern, halte ich für gewagt bis aussichtslos.

© Tom Landon, Autor – alle Rechte vorbehalten