myfather.blog

Wenige Sekunden ...

Destruktive Wirkung der IT - März 9, 2024

Destruktive Wirkung der IT 06

These: Destruktive Wirkung der IT auf den kosmischen Verbund. Nennt man im Zusammenhang mit der Informationionstechnologie Begrifflichkeiten, wie “kosmische Dimension”, “Selbstorganisation von Informationen, Wahrnehmungen” und “IT-relevante Kognition”, so ist mit Bedacht auf die kosmische Evolution die Eigenverantwortlichkeit des Menschen fuer die Schaedigung des eigenen Ursprungs zu definieren. Kurz: Traegt der Mensch durch Praxis, Fehlerbereinigung und Wunschaeusserung zur Weiterentwicklung der Informationstechnologie bei, so muessen ihm – logischer Weise – auch die noch nicht bereinigten Fehler als Schaedigung widerfahren. Zeit-, Effizienz-, Profit-, Balance- und partiell Gesundheitsverlust sind offenbar aktzeptierte Verlustgroessen im Umgang mit den Werkzeugen der Informationstechnologie.

Energetisch/entropisch (“Entropie” = “Wendung, Umwandlung” = eine extensive Zustandsgröße der Thermodynamik. Jedem Zustand eines thermodynamischen Systems kann ein Entropiewert zugeordnet werden. In der statistischen Physik stellt die Entropie ein Maß für das vom System erreichbare Phasenraumvolumen dar. Im Rahmen der klassischen Thermodynamik verkoerpert die Entropie ein Maß für die adiabatische Erreichbarkeit) zeigt sich – unabhaengig von den menschlich geschaffenen Stoerfeldern – die kosmische Evolution durch das Herabfallen der heissen Photonen von Sternoberflaechen ueber die kuehle Vielzahl von Planeten in das kalte Bad der Hintergrundstrahlung und stellt so die entscheidende Triebkraft fuer die Prozesse der Selbstorganisation dar. Diesem energetischen Grundprinzip entstammt vermutlich auch die biologische und sohin gesellschaftliche Strukturierung.

Jene sogenannte “Photonenmuehle” Sonne/Erde erfuellt die kategorische Voraussetzung fuer die begleitend selbstorganisierte Evolution auf unserem Planeten. Physikalisch bedeutet dies die Aufnahme hochwertiger Energien und den permanenten Export von Entropie in die Umgebung. Das schwindende oder gar fehlende Gleichgewicht des offenen Systems der Erde wird also in der Form dauerhaft erneuert, dass absorbierte Energien in komplexe Ordnungszustaende konvertiert werden und permanent von der Last der Konfusion thermodynamisch befreit werden. Da der irreversible Energie- und Entropietransfer die einzig notwendige Voraussetzung fuer die Weitergabe von Informationen zwischen den einzelnen Systemen ist, erhaelt die Korrelation Entropie/Information/Selbstorganisation eine zentrale Bedeutung.

Anders in geschlossenen energetischen Systemen: Hier nimmt das Quantum verfuegbarer Energie ab und verbleibt im Optimum konstant. In komplexen offenen Systemen mit mehreren Makrozustaenden hingegen werden nicht nur Strukturen und Muster produziert, es werden vielmehr Informationen erzeugt. So ist der Austausch von Informationen zwischen zwei Systemen stets und notwendiger Weise mit dem gleichlautenden Wechsel von Energie und Entropie verbunden. Die Menge gewechselter Energie erscheint hier unwesentlich, zumal bereits der physikalische Positionswechsel eines Lichtquants informatorische Unstimmigkeiten reduzieren kann. Diese metamorphenergetische Transformation traegt aus seiner Einfachheit alleine zum Informationsgewinn bei. So benoetigt die stimmige Abarbeitung von Informationsprozessen, genauer die Gewinnung von Informationen stets das Millieu der Nicht-Gleichgewichtsbedingung. Oder anders: Der Bestand des Quells der Information ist nicht schluessig die Voraussetzung dem Zustand des Informationsgewinns. Vielmehr ist es das Ungleichgewicht aus Informationsbestand und Informationsbedarf, welches die vermeintlich unabdingbare Notwendigkeit der Anwendung informationstechnologischer Elemente ausmacht.

Die menschliche Feststellung kategorischer Unwissenheit und die gleichzeitige Lokalisierung von Informationsquellen koennen somit und durchaus als Facette der Selbstorganisation betrachtet werden. Im Verlauf der Evolution war der urspruengliche Prozess zur Bildung informationsverarbeitender Systeme sicher jener der Speicherung, Verarbeitung und Ausbildung von Erbinformationen bei den Urorganismen. Jener Prozess oeffnete den Zugang zur Evolution existenter Lebensformen und schuf somit die Grundlage fuer alle nunmehr bekannten Informationsprozesse in der Biologie, der menschlichen Population und der von jener kreierten niederen Technik.

In Differenz zur klassisch-mechanischen Informationstheorie versucht das Selbstorganisationsparadigma zu begruenden, wie aus einer unendlich großen Menge denkbarer Sequenzen Information produzierende und jene verarbeitende Records in komplex geordneten Strukturen eigenstaendig entstehen koennen. Bei aller Komplexitaet scheint der Globus mit einem erheblichen Maß an Redundanz ausgestattet zu sein, sodass damit erst die Voraussetzung besteht, Gesetzmaessigkeiten in der Natur auszumachen und erfolgreiche induktive Schluesse zu ziehen.

Im Unterschied zur Voraussagemoeglichkeit bei deterministisch-chaotischen Systemen, die wohl immer endlich und approximativ, aber existent sind – die Zukunft eines deterministischen Chaos laesst sich nie vollstaendig und exakt berechnen, ist aber partiell und naeherungsweise zugaenglich -, ist dies bei der globalen Dynamik struktural irreduzibler Systeme anders. Hier setzt das System Informationen grundsaetzlich schneller um, als dies eine Simulation oder Kalkulation des Systems jemals erreichen koennte. So verbleibt die Simulation stets hinter einem struktural-irreduziblen System.

Bei deterministisch-chaotischen Systemen ist dies exakt umgekehrt. Hier schafft es die Simulation, dem System mit berechenbarem Aufwand voraus zu sein. Die bekannt eingeschraenkte Sichtweise des technokraten Menschen laesst deshalb annehmen, dass viele der uns bekannten komplexen Systeme sowohl im unbelebten als auch im belebten Areal dieselbe strukturale Irreduzibilitaet zeigen, welche schon fuer einfache zellulaere Automaten nachweisbar war.

© Tom Landon, Autor – alle Rechte vorbehalten