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Destruktive Wirkung der IT - März 1, 2024

Destruktive Wirkung der IT 03

Historie der Applikationsentwicklung: Um die Verwendung von Rechenmaschinen und -automaten speziell fuer die grosse Masse professioneller, meist aber fachunkundiger Anwender moeglich zu machen, wurde eine Vielzahl sogenannter “Applikationsentwickler” benoetigt. Diese auch als “Programmierer” bezeichneten Berufsstaende erhielten speziell in den fruehen 70er Jahren eine durchaus ueberbewertete Stellung in der schleichend als Wissenschaft anerkannten Informationstechnologie.

Mit der Gruendung des Software-Konzern “Micro****” durch Paul Allen und Bill Gates im Jahre 1975 wurden weltweit – speziell aber in den USA und in Japan – neue Folgebranchen geschaffen. Die Produktionsbereiche der altbekannten Elektro- und Elektronikunternehmen, wie PHILIPS, OLIVETTI und IBM wurden nachweislich mitunter ueber Nacht um die Sparten “Hard- und Software-Entwicklung”, “Applikationsmanagement” und “Microcomputing” erweitert. Die permanente und beinahe aggressiv anmutende Absicht, die sogenannte “Hardware” (also die physikalisch existenten, greifbaren Entwicklungen) und die darauf applizierten Software-Programme (“Software” = “eigenstaendig lauffaehige, nicht greifbare Anwendung”) an Effizienz zu optimieren und an Geschwindigkeit zu maximieren, laeutete die Epoche des informationstechnologischen Blitzwachstums ein.

In jener Zeit wurden endlich (im Sinne von “wie erwartet”) Begrifflicheiten, wie “Computer-Terrorismus”, “Star-Wars”, “Datendiebstahl”, “IT-Spionage” und andere mehr publiziert. Die Computer-Supermaechte USA und Japan, wohl auch der hinten anstehende ehemalige Ostblock, lieferten einander in den Medien beinahe taeglich verlesene Demonstrationen des angeblich gleichseits vorhandenen Vorsprungs in der Entwicklung von Computern, Software, Peripherie (Zusatzgeraete, wie Drucker, Scanner und andere) sowie den nunmehr bekannten Geraeten zur Daten-Fernuebertragung, den sogenannten “MODEMS” (“MoDem” = “Modulator/Demodulator”). Versuche, die als “Super-Computer” publizierten Rechner der jeweiligen Nation ueber Daten-Fernverbindung seitens des jeweiligen Mitstreiters zu erreichen, waren weltweit oefter medial verwertet, als der unsaegliche Hunger in der Welt. Die Prioritaeten zwischen humanitaerer Hilfe und technologischem Fortschritt waren gaenzlich pervertiert.

Philosophie und Blasphemie der Informationstechnologie: Der philosophische Hintergrund zur Weiterentwicklung informationstechnologischer Bestaende ist mehr als fragwuerdig. Der urspruengliche Versuch des Konrad Zuse, spezielle und sohin markant begrenzte Rechenoperationen durch blosse Zeitersparnis zu bewaeltigen, wurde durch dessen entwicklerische Nachfolger per kommerzieller Tendenz missbraucht. Bis zum Ableben des Architekten und Erfinders Zuse stand die beinahe selektiererische, ja geradezu faschistuide Gruendung eines elitaeren Anwenderkreises niemals im Focus.

Spaetestens seit der Veroeffentlichung der einstigen Trilogie “StarWars” (“Sternenkrieg”) und aehnlich lautender Filmtitel werden vermeintliche Notwendigkeiten, wie die Informationstechnologie, deren Beibranchen (Datensicherheit, Filmindustrie, Wehr- und Kriegstechnik sowie die Raumfahrt) und die biblische Geschichte kommerziell ausgeschlachtet. Am Beispiel der Filmfigur des “Anakin Skywalker”, dessen prophetischer, ja goettlicher Status mit dem von Jesus Christus verglichen wird, scheint die Verherrlichung informationstechnischer Mittel unter Zuhilfenahme glaubensrelevanter Historie praktiziert. So sei “Skywalker” der aus einer Prophezeihung Vorhergesagte, welcher der Maechte Gleichgewicht wiederherstellen soll, um die seitens seiner Mutter erlangte Empfaengnis ohne Zutun eines Mannes zu rechtfertigen. Dass jene nonkopulative Befruchtung, die sogenannte “immaculata conceptio” einer christlichen Auslegung des alten Testaments und somit der Ankuendigung des Messias entspricht, ist in keinem Fall mit der goettlichen Unfassbarkeit der frohen Botschaft gleichzusetzen. Was George Lucas (Autor von “StarWars”) im Sommer 1973 entworfen hatte, wurde die Vorlage weiterer mehr als fragwuerdiger Beweise fuer die epidemische Ausbreitung des missbraeuchlichen Nutzens der Informationstechnologie, so auch die verfilmte Trilogie “Matrix” mit Keanu Reeves (Regie: Andy und Larry Wachowski, 2001), in welcher der Protagonist als der “Auserwaehlte” bezeichnet wird.

Die StarWars-Figur “Skywalker” wiederrum verlaesst unter Anwendung informationstechnologischer Mittel den Pfad des Guten, steht ueber Jahre als “Sith Darth Vader” im Dienste des Boesen und kehrt nach Ablauf der gottlosen Phase nach eigenhaendiger Toetung des diabolischen Meisters in den Rahmen der Prophezeiung zurueck. Nach Ueberleben seiner alten Meister “Qui-Gon Jinn”, “Obi-Wan Kenobi” und “Yoda” erhaelt Anakin schliesslich die Macht der Unsterblichkeit.

Die respektlose Parallele zur Heilsgeschichte des Christentums ist eine Facette der unglaublichen Vereinigung menschlicher Innovation mit goettlicher Logik. Erstaunlich auch, dass fuer die Flugbewegungen und Bombardements in “StarWars” geflogene Kampfstrategien der nationalsozialistischen Wehrmacht des dritten Reiches genutzt wurden. So sprach der Autor George Lucas von “… vielen Inspirationen aus der Zeit des zweiten Weltkriegs und des Vietnamkriegs.” Schliesslich wurden fuer den Film “Das Imperium schlaegt zurueck” unter Zuhilfenahme von Hochleistungsrechnern und Simulationssoftware Grabenkriege aus den Genoziden der Weltkonflikte nachgeahmt.

Aehnlich der Psychologie ist die Informationstechnologie eine Pseudowissenschaft. Verschliesst sich der Probant der Kommunikation mit dem Psychologen oder Uebertragungssubjekt, ist die Psychologie in ihrer theoretischen Erkenntnisfindung wirkungslos. Entzieht man einem Computer die Stromzufuhr, existieren weder programmatische Funktionen noch einfache zentrale Prozesse, welche die Grundlagen des informationstechnologischen Vorteils darstellen. Stromlos ist die Informationstechnologie non-existent, der Lauf jahrzehntelanger Entwicklungen bedeutungslos in der Anwendung. Die psychologisch-destruktive Wirkung auf Glaubensfindung und Glaubensbild von Sehern jener cineastischen Verbrechen ist mittelfristig bedingt, langfristig unbedingt absehbar.

© Tom Landon, Autor – alle Rechte vorbehalten