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Destruktive Wirkung der IT - Januar 25, 2024

Die destruktive Wirkung der Informationstechnologie 02

Die im Jahre 1938 durch den damaligen deutschen Studenten des Bauingenieurwesens, Konrad Zuse, praesentierte technische Entwicklung „Z1” sollte der Beginn der weltweit von Interesse begleiteten Geschichte der Informationstechnologie sein. Zuse baute unter Mithilfe dreier Kollegen einen Automaten, welcher auf Basis menschlicher Vorgaben, sogenannter “Programmierung”, vorab ermittelte Resultate liefern konnte. Die fuer damalige Verhaeltnisse erstaunliche Anzahl von verarbeitbaren Instruktionen pro Sekunde betrug 3.000. Im Vergleich dazu kennt die Informationstechnologie aktuell “zentrale Recheneinheiten” (sogenannte “Central Processing Units”, kurz: CPUs) mit Kapazitaeten von bis zu 59.455 MIPS (MIPS = “Million Instructions per Second”). Um die Anzahl getroffener Ja-Nein Entscheidungen jenes Rechenautomaten, des spaeteren “Computers”, standardisiert benennen zu koennen, wurde die Masseinheit fuer die Ermittlung der Frequenz, also “Hertz” (benannt durch den Pionier der Radiotechnologie, Heinrich Hertz), uebernommen.

Aufgrund der folgend rasanten entwicklungsarchitektonischen Beschleunigung der automatisierten Rechenzykliken in der Informationstechnologie reichte der kategorische Nutzen der Masseinheit “Hertz” (also 100 – Hz) nicht aus und man nutzte die gesamte Hertz`sche Einheitentabelle von Dekahertz (101 – daHz) zu Hektohertz (102 – hHz) nach Kilohertz (103 – kHz) ueber Megahertz (106 – MHz) bis Gigahertz (109 – GHz) durch Terahertz (1012 – THz) und Petahertz (1015 – PHz) zu Exahertz (1018 – EHz) und schliesslich von Zettahertz (1021 – ZHz) zu Yottahertz (1024 – Yhz). Aktuell (Mai 2008) sind automatisiert-rechnerische Taktfrequenzen von rund 5 GHz erreichbar.

Freilich entsprach die bis 1958 optimierte Entwicklung des Konrad Zuse schon physikalisch einer voellig anderen Dimension. So bedurfte der Rechenautomat “Z1” einer Stellflaeche von ueber 6 Quadratmetern und wog 800 Kilogramm. Der realistische Vergleich mit Prozessorgeschwindigkeiten von PC-Technologien der Jetztzeit ist auszuschliessen, die Absprache der architektonischen Grundlage des “Z1” fuer alle folgenden computischen Entwicklungen hingegen ebenso.

Konrad Zuse steht – aehnlich dem Status des Sigmund Freud in der Psychoanalyse – als der Begruender der Informationstechnologie.

© Tom Landon, Autor – alle Rechte vorbehalten