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Anatomie einer Beziehung - März 8, 2024

Anatomie einer pathogenen Beziehung 02

Nun, das Scheitern meiner Beziehung zu S. und der Verlust meiner geliebten Söhne John und Theo ist längst publik. Da wir beide – sie (Lisa) und ich – uns zur Einheit verschworen hatten, übersiedelte ich im Dezember 2006 mit meinen Söhnen zu ihr, um ihren felsigen Pfad von Lüge, Betrug und Willkür zu sichten. Abgründe taten sich auf.

Täglich verfassten wir eine Unzahl von Behördenbriefen, um den einstigen Ehemann und ewigen Geliebten seiner Lisa zu vernichten. In meiner Position des privaten Sekretärs und F***partners meiner zögerlich designierten Ehefrau tippte ich bereitwillig und in absoluter Ignoranz dem Kindesvater zulasten ein Versagensurteil nach dem anderen, lediglich um dem deliziösen Ziel des kommenden feuchten Abenteuers mit meiner neuen Herzdame näher zu kommen. Für den meist über 4 Stunden dauernden und wilden Beischlaf mit Lisa tat und beging ich (un-)menschlich im Stile eines Demagogen jede noch so schiefe Sache. Sie zu haben war mir alles, doch niemals sollte sie mir gehören.

Der Januar 2007 war durchwegs ereignisreich und gespickt von Gerichtsbesuchen, wobei ich stets die Rolle des Fürsprechers einer mir annähernd unbekannten Person (Lisa) inne hatte. Was ich zu meinem Unverständnis beinahe täglich erfuhr, war die durch Lisa praktizierte “kategorische Vernichtung der Vaterfigur“ durch gezielte und strategisch bedeutsame Drangsalierung von Personen aus dem einstigen Freundes- und Bekanntenkreis von “Lisabär und Frankyboy“, wie Lisa sich und ihren designierten Ex-Gatten zu nennen pflegte. So bezichtigte sie den Ex-Ehemann und dessen Nebenbuhler (mit welchem Lisa während eines Heimataufenthalts ihres “Cowboys“ zu kopulieren pflegte) gleichermaßen, sie versuchsweise vergewaltigt zu haben, zog jedoch nach Eintreffen der durch Lisa alarmierten P****** zurück und versicherte, lediglich “das Opfer eines Missverständnisses“ zu sein. Ihre finale Glaubwürdigkeit stellte sie auch in dieser Situation durch gezielte und quantitative Überforderung der alarmierten Exekutive wieder her, wobei die Bewahrung ihrer brüchigen Oberflächlichkeit stets dem Verbergen der vorhandenen Schwärzung ihrer Seele diente.

In den Abendstunden des 14. Januar 2007 stattete ich einem langjährigen Kunden einen Besuch ab, sodass an jenem Tag die vom Jugendamt beauftragte und für Lisa tätige Haushaltshilfe gebeten wurde, die ebenfalls abwesende Kindsmutter in der Beaufsichtigung derer Zöglinge zu vertreten. Kurz nach 19.30 Uhr ereilte mich folgender Anruf der Helferin: „Tom, bitte komme ganz schnell zum Haus! Die Älteste schlägt unentwegt das jüngste Mädchen. Ich weiß nicht, was ich machen soll.“ Sofort fuhr ich los, um das etwa 2 Kilometer entfernte Domizil binnen Minuten zu erreichen. Kaum hatte ich die Haustür geöffnet, hörte ich lautes Schluchzen aus dem gemeinsamen Zimmer der damals 11-Jährigen und ihrer 5-jährigen Schwester, dem Opfer dieser schrecklichen Entgleisung ihrer unerwartet brutalen Mitbewohnerin. Gleich sprang ich die Wendeltreppe zu den Kinderzimmern hoch und sah durch den Türspalt, dass das 5-jährige Zwillingsmädchen offenbar vor seiner großen Schwester niederknien und sich unter Wiederholung einer Art (Auto-)Suggestion unentwegt entschuldigen musste. „Ich bin böse, ich bin böse, ich bin böse.“, stotterte das damals jüngste Mädchen Lisas‘ und erhielt nach jedem Halbsatz einen Schlag auf den Kopf. Nun öffnete ich die Tür zum Mädchenzimmer vollständig, zog die Älteste wortlos von der Jüngsten weg, hob die weinende 5-Jährige hoch und sprach ihr Trost zu. Als sich die kleine Prinzessin auf meinem Arm beruhigt hatte, gebot ich der kindlichen Täterin, sich mir gegenüber auf den dort befindlichen Stuhl zu setzen und erhielt ungefragt eine trottelige Rechtfertigung der erbarmungslosen 11-Jährigen: „Dieser kleine Blödkopf hat doch tatsächlich ein Kopfkissen aus Mamas‘ Bett gestohlen!“ Da mir klar war, dass die Kleinste das nach ihrer Mutter duftende Kissen nur deshalb “entwendet“ (vielmehr ausgeliehen) hatte, um die Sehnsucht nach der beruflich im Ausland Befindlichen zu stillen, gestattete ich dem Zwillingsmädchen, das Kissen bis zur Rückkehr mit Bestimmtheit zu behalten. Der Ältesten verbot ich unmissverständlich, sich jemals wieder an ihrer kleinen Schwester zu vergreifen, da ich andernfalls die Herausnahme der unbarmherzigen 11-Jährigen aus dem Geschwisterverbund empfehlen würde. Auch trug ich der bedingt einsichtigen Täterin auf, einen Entschuldigungsbrief an das bedauernswerte Opfer und die gemeinsame Mutter zu verfassen. Heulend saß die Älteste bis in die Nachtstunden am Schreibtisch und formulierte eine Art “schriftliches Geständnis“ mit dem Charakter eines Liebesbriefes.

Bedauerlicher Weise sollten sich in den Jahren bis 2012 derart gewaltvolle Entrückungen der Ältesten zum Schaden der jüngeren Geschwister und mit Unterstützung deren Mutter wiederholen. Dies offenbar deshalb, da Lisa selbst ihre Kinder unverhältnismäßig hart sanktionierte, sodass das wiederkehrend rabiate Vorbild kein gültiges Argument gegen die physischen Attacken der Ältesten zu Schmerz und Verdruss der jüngeren Geschwister vor zu bringen hatte.

Auf die Übergriffe Lisas‘ und deren ältester Tochter folgte gleichlautend und stets die völlige Ausblendung der Realität sowie die Sekunden nach begangener Tat obligatorische Leugnung der Gewalttätigkeit. Ein weiteres Beispiel zum Nachweis des proportional zur Störung der Mutter attestierten Fehlwuchses der ältesten Tochter war das exekutierte Verbot den winterlichen Garten zum Erhalt der ebenen Schneedecke zu betreten. Stolz pflanzte sich die Älteste an der Terrassentüre auf und proklamierte die Untersagung der Mutter als verbindlichen Auftrag an sie (die älteste Tochter), die vermeintlich mündige Vertreterin der Obrigkeit. Diese Form einer “Fehlkonstruktion des Matriarchates“ stand und steht für den genötigten Rückhalt Lisas‘ in der Reihe ihrer weiblichen Nachkommenschaft.

© Tom Landon, Autor – alle Rechte vorbehalten